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Foto: obs/Luigi Lavazza Deutschland GmbH
Kaffee - sinnlicher Genuß, der auf den Stoffwechsel wirkt (Foto: obs/Luigi Lavazza Deutschland GmbH)
Kaffee: Auswirkungen auf den Stoffwechsel

Kaffee hat einen direkten Einfluß auf den Stoffwechsel des Menschen. Jetzt belegen Studien, dass die Menge des Kaffeekonsums bei jedem Menschen unterschiedliche Folgen hat. Das sei, so die Wissenschaftler, ein Beleg dafür, dass sich der Einfluss einzelner Ernährungsfaktoren auf den menschlichen Stoffwechsel detailliert abbilden lässt. Dies eröffne neue Perspektiven für die Erforschung ernährungsbedingter Krankheitsbilder, wie z. B. Typ 2 Diabetes mellitus.

Kaffeekonsum beeinflußt laut der Studien des Helmholtz Zentrums München zwei Klassen von Lipiden: Die Konzentration der Sphingomyeline steigt an, während die der Acylcarnitine abnimmt. Sphingomyeline sind die häufigsten Lipide (Fettsäuren) in den Membranen von Gewebe des zentralen Nervensystems. Sie bilden den Hauptbestandteil der Myelinscheide, das ist eine Schutzschicht um die Nervenzelle. Acylcarnitine sorgen für den Transport von Lipiden in die Zellen. Bei einem Defekt können beim Menschen neurologische Symptome entstehen. Patienten leiden unter Hypotonie, chronischer Muskelschwäche, Cardiomyopathie und Myopathien.

Die Folgen von Kaffeegenuß sind vielfältig und durchaus unterschiedlich. Statistisch gesehen erkranken Kaffeetrinker weniger häufig an Typ-2-Diabetes, als Menschen mit hohem Fleischkonsum. Aber: Bei Diabetikern sieht das anders aus. Auch US-Forscher der Duke-Univsersity in Durham haben die Wirkung des Koffeins auf den Stoffwechsel untersucht. Demnach beeinflusst Koffein den Insulinhaushalt und erschwert Patienten mit Altersdiabetes die Kontrolle des Blutzuckerspiegels. In Kombination mit einer Mahlzeit ließ das Koffein den Blutzucker‑ um beinahe 50 Prozent und den Insulinspiegel um 20 Prozent ansteigen. Betroffene sollten daher auf den Muntermacher verzichten, empfehlen die Forscher.

Mehrere Studien haben fest gestellt, dass die Konzentration von Gesamtcholesterin im Organismus mit zunehmendem Kaffeekonsum ansteigt. “Wir vermuten, dass der Anstieg der beiden Lipidkonzentrationen in direktem Zusammenhang mit den Änderungen im Cholesterinspiegel steht", beschreibt Dr. Elisabeth Altmaier, die für die Metabolismus-Studie federführende Wissenschaftlerin die These.

Gesichert ist die anregende Wirkung von Kaffee für den Kreislauf. Die Blutgefäße erweitern sich, der Herzschlag erhöht sich und die Durchblutung aller Organe verbessert sich. Koffein beeinflusst die Atmung und beschleunigt sie. Außerdem werden die Bronchialgefäße erweitert. Koffein wirkt harntreibend und führt zu vermehrtem Wasserlassen. Die Ankurbelung des gesamten Stoffwechsels steigert den Kalorienverbrauch, kann also gut für die Figur sein.

WANC 21.10.09/ Quelle: Helmholtz Zentrum München, Molecular Nutrition and Food Research

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