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Stress in der Arbeit hat viele negative Gesundheitsfolgen (Foto: DAK-Gesundheit/thinkstock)
Stress in der Arbeit hat viele negative Gesundheitsfolgen (Foto: DAK-Gesundheit/thinkstock)
Arbeitsstress lässt Risiko für Diabetes um 45 Prozent steigen

Wer unter einer hohen Belastung im Job leidet, ist deutlicher gefährdet an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Die Erhöhung des Risikos hat es in sich: sie liegt bei bis zu 45  Prozent. Stress am Arbeitsplatz kann im übrigen viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Stress kann eine Entzündungsreaktion im Körper hervorrufen. Und diese wiederum sorgen für ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nun haben Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum München (HMGU) nachgewiesen, dass die negativen Auswirkungen auch die Entwicklung von Typ-2-Diabetes beeinflussen. Dazu wurden die Daten von 5337 Berufstätigen im Alter von 29 bis 66 Jahren über einen Zeitraum von 12,7 Jahren ausgewertet. Zu Beginn der Beobachtung war keiner an Diabetes erkrankt.

Nach Ablauf der Studie waren 291 Fälle von Diabetes aufgetreten. Dabei zeigte sich, dass die Personen mit der höchsten Arbeitsbelastung um 45 Prozent häufiger von Diabetes betroffen waren, als die mit der geringsten Arbeitsbelastung. Die Berufstätigen, die es mit einem immerhin erhöhten Stressfaktor aus ihrer Tätigkeit zu tun hatten, hatten ein um 12 Prozent erhöhtes Risiko für Diabetes.

„Nach unseren Daten ist rund jeder fünfte Arbeitnehmer von einer hohen psychischen Arbeitsbelastung betroffen. Die Wissenschaft meint hier nicht den „normalen Jobstress“, sondern die Situation, wenn Betroffene die Arbeitsanforderungen als sehr hoch einschätzen und gleichzeitig über geringe Handlungs- und Entscheidungsspielräume verfügen. Diese beiden Dimensionen haben wir in unseren Befragungen ausführlich erfasst“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig. „Angesichts der massiven gesundheitlichen Folgen von stressassoziierten Erkrankungen sollten präventive Maßnahmen gegen Volkskrankheiten wie Diabetes daher auch an diesem Punkt ansetzen.“

Berliner Ärzteblatt 18.08.2014/ Quelle: Psychosomatic Medicine

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