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Diabetes: Verletzungen der Füße vermeiden

Etwa 250.000 Menschen mit Diabetes leiden unter Verletzungen der Füße. Entdeckt der Arzt diese nicht, entstehen Geschwüre, die zu Amputationen führen können. Bei regelmäßiger Kontrolle wäre das zum großen Teil vermeidbar.

Rund 70 Prozent der 60.000 jährlich in Deutschland durchgeführten Amputationen erfolgen bei Menschen mit Diabetes. Ein erhöhtes Risiko für das sogenannte diabetische Fußsyndrom haben schätzungsweise eine Millionen Diabetiker. Eine Ursache kann eine schlechte Blutzuckerkontrolle sein, mahnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Denn ein hoher Blutzucker schädige die Nerven, so dass eine Neuropathie (Nervenschädigung) entsteht. Da Betroffene dadurch keine Schmerzen mehr in den Füßen empfinden, nehmen sie Druckstellen und Verletzungen kaum wahr. Den diabetischen Fuß bemerken sie häufig erst, wenn sich Geschwüre oder schwer heilende Wunden bilden. Das Risiko hierfür ist für Typ 1- und Typ-2-Diabetiker gleich hoch.

Bemerken müsste den diabetischen Fuß vor allem der Arzt. Denn laut der Behandlungsleitlinien (Nationale VersorgungsLeitlinie) gehört die Fußkontrolle zu den regelmäßigen Untersuchungen, die der Arzt beim Patienten durchführen sollte. Leider berichten nicht wenige Patienten/innen, dass diese Kontrolle kaum oder nur selten vorgenommen wird.

„Jedes Jahr verlieren zehntausende Diabetiker in Deutschland Zehen, Füße oder Beine aufgrund solcher entzündeter Fußwunden“, sagt Dr. med. Bernardo Mertes, Leiter der CCB Diabetes-Abteilung des Cardioangiologischen Centrums Bethanien (CCB) am Agaplesion Bethanien Krankenhaus in Frankfurt am Main. „Jedoch sind sich Fachleute weltweit darüber einig, dass viele dieser Amputationen vermeidbar wären.“ Der Diabetologe betont, dass Gliedmaßen oft schon deshalb amputiert würden, weil eine Wundheilung nicht gelingen will.

wanc 09.03.2012/ Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
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