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Kaffee senkt den Blutzucker- und Harnsäurespiegel und damit die Gefahr, an Diabetes zu erkranken (Foto:Tschibo)
Kaffee senkt den Blutzucker- und Harnsäurespiegel und damit die Gefahr, an Diabetes zu erkranken (Foto:Tschibo)
Kaffee senkt Risiko für Diabetes

Kaffee kann manchmal Medizin sein. Allerdings ist die gesundheitsfördernde Wirkung an bestimmte Mengen gebunden. Dass Kaffee beispielsweise gegen Typ-2-Diabetes wirkt, haben mittlerweile einige Studien untersucht. Jetzt belegt eine neue Untersuchung bereits bekannte Ergebnisse: Kaffee kann das Risiko verringern, an Diabetes zu erkranken.

So ergab die Auswertung von Daten von mehr als 42.600 Menschen aus Potsdam und Heidelberg, dass das Trinken von täglich mehr als vier Tassen koffeinhaltigem Kaffee (über 600 ml) im Vergleich zu durchschnittlich weniger als einer Tasse täglich das Typ-2-Diabetes-Risiko assoziiert um 23 % verringerte. Dabei scheint es unerheblich, ob es sich um koffeinhaltigen oder entkoffeinierten Kaffee handelt.

Die neue Studie lief über einen Zeitraum von 16 Jahren. Sie untersuchte insgesamt 220 gesunde Personen, von denen 143 Kaffee konsumierten und 77, die keinen Kaffee tranken. Verglichen wurden diese mit 90 Diabetikeren, von denen 48 Kaffee tranken undt 42 nicht. Pro Tag konsumierten die Kaffeetrinker im Durschschnitt drei bis vier Tassen - egal ob Diabetiker oder gesund.

Am Ende der Beobachtungszeit lagen die Nüchtern-Blutzuckerspiegel bei den gesunden Kaffeetrinkern mit durchschnittlich 75 mg/dl (Abweichung ± 13 mg/dl) mit einem Durchschnittswert von 79 mg/dl (Abweichtung  ± 12 mg/dl) nur geringfügig niedriger als die der gesunden Menschen, die in dieser Zeit keinen Kaffee getrunken hatten. Große Unterschiede zeigten sich aber beim Harnsäurespiegel. Der rangierte bei den Kaffeetrinkern mit im Durchschnitt 7,7 mg/dl (Abweichtung  ± 1,2 mg/dl) bedeutend unter dem von Nicht-Kaffeetrinkern mit durchschnittlich 8,5 mg/dl (Abweichtung  ± 1,3 mg/dl). 

Bei den Diabetespatienten war die Auswirkung des Kaffeegenusses auf den Nüchtern-Blutzuckerspiegel sehr deutlich. Kaffeetrinkende Diabetiker wiesen mit 104 mg/dl (Abweichtung ± 27 mg/dl) einen deutlich niedrigeren Wert auf als die Nicht-Kaffeetrinker mit 128 mg/dl (Abweichtung  ± 31 mg/dl. Ähnlich wie bei den gesunden gesunden Menschen lagen die Harnsäurewerte der kaffeetrinkenden Diabetespatienten mit 8,7 (Abweichtung ± 1.1 mg/dl) auch weider bedeutend niedriger als bei denen, die keinen Kaffee tranken, deren Harnsäure lag bei  9,8 mg/dl Abweichtung ± 1,6 mg/dl).

Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie: "Hyperinsulinämie verringert die Ausscheidung von Harnsäure, sodass die Insulinresistenz bei Typ-2 Diabetes nicht nur mit erhöhten Blutzuckerspiegeln, sondern auch mit erhöhten Harnsäurespiegeln im Blut einhergeht. Da Kaffeegenuss bekanntermaßen die Insulinresistenz verbessert, untersuchte nunmehr eine eben erschieneneStudie aus Kanada (siehe oben), inwieweit es eine Verbindung zwischen Blutzuckerspiegeln und Harnsäurespiegeln bei Kaffeetrinkern und Nicht-Kaffeetrinkern gibt und inwieweit sich der Kaffeekonsum dabei auf die Insulinresistenz auswirkt.Die Ergebnisse zeigen, dass die Verbesserung der Insulinresistenz bei Diabetikern nach Kaffeegenuss nicht nur mit niedrigeren Blutzuckerspiegeln sondern auch mit niedrigeren Harnsäurespiegeln einhergeht und somit möglicherweise auch die Reduzierung der Harnsäurespiegel zur Verbesserung der Insulinsensitivität führt."

20.04.2016/ Quelle: Int. J. Pharmacy and Pharmaceutical Sci, Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

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