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Schon eine Dose der süßen Limonade am Tag reicht aus, um das Risiko für Diabetes drastisch zu erhöhen (Foto: Heben / pixelio.de)
Schon eine Dose der süßen Limonade am Tag reicht aus, um das Risiko für Diabetes drastisch zu erhöhen (Foto: Heben / pixelio.de)
Limonaden sind süßes Gift und erhöhen Risiko für Diabetes

Zucker kann Zucker machen. Oder anders ausgedrückt: Wer viel süße Sachen zu sich nimmt, der bekommt eher Diabetes. Das gilt vor allem auch für Limonaden, die oft unglaubliche Mengen von Zucker enthalten. Schon eine Dose der süßen Getränke am Tag reicht aus, um das Risiko für Diabetes drastisch zu erhöhen.

Coca Cola besteht hauptsächlich aus Zucker und Wasser. Der Zuckeranteil beträgt zwischen 11 und 12%. Was das heißt? In einem Liter Coca Cola befinden sich 110 Gram Zucker. Und das entspricht etwa 37 Stück Würfelzucker. In einer 0,33 Liter Dose sind es 12 Stück. Gibt es doch nicht? Doch. Und es geht noch besser. Ein Liter Apfelsaft, Kirschsaft oder Fanta bringen es sogar auf jeweils 40 Stückchen Würfelzucker. Orangensaft enthält "nur" 33, aber selbst 100 Gramm Tomaten-Ketchup noch 11 Stücke Würfelzucker, was 34 Gramm Zucker Zucker entspricht.

Der viele und vor allem versteckte Zucker birgt seine großen Gefahren. Er macht dick und er steigert das Risiko für eine Diabeteserkrankung. In einer Studie des Imperial College London wurden 11684 Patienten mit Diabetes-Typ-2 und 15374 Menschen ohne Diabetes untersucht. Dabei stellte sich ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Trinken von süßen Limonaden und dem Entstehen von Diabetes heraus. Wer ein oder mehr Gläser dieser Getränke täglich zu sich nahm, hatte im Vergleich zu den Personen, die weniger als ein Glas pro Monat tranken, ein um je nach Menge 35% bis 84% - durchschnittlich 58% - erhöhtes Risiko für eine Diabeteserkrankung. Bei den  gleichen Menge Limonaden mit künstlichen Süßstoffen rangierte das Erkrankungsrisiko sogar zwischen 47% und 154% - durchschnittlich 93%.

Die Studie offenbart allerdings zwei Überraschungen. Überraschung 1: Wurde bei Limonaden mit Süßstoff das Gewicht der Testpersonen einbezogen, dann verpflüchtigte sich plötzlich das Diabetesrisiko. Ein genaue Erklärung, warum das so ist, gibt es nicht. Es gibt ein paar Vermutung, aber deren Wahrheitsgehalt können selbst die Wissenschaftler nicht einschätzen. Überraschung 2: Fruchtnektare und -säfte steigerten das Diabetesrisiko in dieser Studie nicht. Das überrascht ein wenig, weil in anderen Studien eine solche Verbindung durchaus gefunden wurde. Die Wissenschaftler selbst raten zur Vorsicht mit den Ergebnissen ihrer Studie in dieser Hinsicht. Denn in der Erfassung der Gewohnheiten der Verbraucher wurde kein Unterschied gemacht, ob es sich um mit Zucker oder Süßstoffen gesüsste Säfte gehandelt hatte oder um solche ohne Zugabe von Zucker.

Berliner Ärzteblatt 26.04.2013/ Quelle: Diabetologia
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