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Antipsychotische Medikamente lassen die Wahrscheinlichkeit einer Diabeteserkrankung steigen (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)
Antipsychotische Medikamente lassen die Wahrscheinlichkeit einer Diabeteserkrankung steigen (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)
Neuroleptika können Diabetes verursachen

Kinder und Jugendliche, die Psychopharmaka verschrieben bekommen haben, haben ein erhöhtes Risiko Diabetes-Typ-2 zu entwickeln. Das Risiko erhöht sich um so stärker, je mehr antipsychotisch wirksame Medikamente die Betroffenen eingenommen hatten.

In der Studie wurden 28.858 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 24 Jahren untersucht, die antipsychotische Medikamente (Neuroleptika - Medikamente gegen Psychosen, das sind Gemüts- und Geisteskrankheiten oder krankhafte Erregungszustände) einnahmen. Sie wurden verglichen mit 14.429 Gleichaltrigen, die zwar auch Psychopharmaka wie Antidepressiva, aber eben keine Neuroleptika, einnehmen mussten.

Im Vergleich zu der Gruppe von Personen, die keine Neuroleptika erhalten hatten, war das Risiko für eine Diabetes-Typ-2-Erkrankung bei denjenigen, die Neuroleptika eingenommen hatten, um das Dreifache erhöht. Dieser Durchschnittswert gibt das Risiko nach einem Jahr Einnahme der Medikamente gegen Psychosen wieder. Allerdings zeigte sich, dass das Risiko zunahm, je mehr dieser Medikamente das Kind oder der Jugendliche über einen gewissen Zeitraum hinweg geschluckt hatten.

Lag beispielsweise der Konsum einer Gesamtdosis von 5 Gramm (in der Studie wurde der Wirkstoff Chlorpromazin eingesetzt, Dosierung bei Kindern in der Regel 0,2 bis 0,5 Milligramm pro Körpergewicht am Tag) führte zu einer Erhöhung der Wahrscheinlichkeit für Diabetes Typ-2 umd das etwa Zweifache. Bei bis zu 99 Gramm Gesamtdosis war das Risiko um das 3,42-Fache und bei über 100 Gramm um das 5,43-Fache erhöht. Dieses größere Risiko bestand noch ein Jahr nach Beendigung der Einnahme fort.

Berliner Ärzteblatt 22.08.2013/ Quelle: JAMA Psychiatry, 2013

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