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Permanenter Stress kann zu Diabetes führen

Wenn jemand ständig Stress ausgesetzt ist, dann steigt sein Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. In einer Studie wurde dieser Zusammenhang vor allem für Männer gefunden. Warum Stress Diabetes auslösen kann, das können die Wissenschaftler aber noch nicht erklären.

6828 Männern, geboren zwischen 1915 und 1925, wurden ab 1970 regelmäßig 35 Jahre lang beobachtet. Die Männer waren gesund. Am Ende der Beobachtungszeit waren 899 Männer an Diabetes erkrankt. Zu Beginn der Studie hatten 15,5% der Männer berichtet, unter Stress zu stehen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Diabeteserkrankung lag bei Männer mit dauerhaftem Stress bei 42,6%, bei Männer mit periodisch anfallendem Stress bei 31% und bei Männern, die unter keinem Stress standen, bei 31,2%. Im Vergleich zu Männern mit periodischem oder gar keinem Stress war das Risiko für einen Diabetes bei Männern mit permanentem Stress um 52% erhöht. Deshalb betonen die Wissenschaftler der Universität Göteborg, dass zu einer Langzeit-Prävention gegen Diabetes auch die Vermeidung von ständigem Stress gehört.

Dass sich Stress auf den Stoffwechsel auswirken kann, hatte bereits eine in Dänemark durchgeführte und 2009 veröffentlichte Studie gezeigt. Bei 7066 Personen im Alter von 20 - 93 Jahren entwickelte sich in der Beobachtungszeit von 10 Jahren bei denjenigen doppelt so häufig Diabetes, die täglich unter emotionalem Stress standen.

Welche biologische Mechanismus hinter dem Zusammenhang von Stress und Diabetes steckt, können die Wissenschaftler allerdings noch nicht vollends erklären. Allerdings ist auch bei Menschen, die unter Depressionen leiden, die Wahrscheinlichkeit erhöht, ebenfalls an Diabetes zu erkranken. Möglicherweise sind daran die ständige erhöhten Adrenalin- und Kortisolwerte sowie die gesteigerte Entzündungsneigung beteiligt, die die Insulinproduktion und -verarbeitung stören.

Berliner Ärzteblatt 11.02.2013/ Quelle: Diabetic Medicine, 2013

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