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Übergewicht erhöht Risiko für Diabetes und Krebs

Menschen mit Übergewicht, insbesondere wenn es sich um Bauchfett handelt, leben gefährlich. Denn bei ihnen ist nicht nur das Risiko sowohl für Diabetes Typ 2 als auch für Krebs viel höher als bei Normalgewichtigen. Doch auch Diabetes Typ 2-Patienten sind mehr gefährdet, an Krebs zu erkranken. Warum das aber so ist, dafür hat die Wissenschaft noch keine Erklärung gefunden.

Diabetes Typ 2 steigert das Risiko, vor allem an Darm-, Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Nieren-, Brust-  und  Gebärmutterkrebs zu erkranken. Die Gefahr besteht im übrigen schon, bevor die Diabeteserkrankung überhaupt diagnostiziert werden kann: Laut der „European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition“-Studie (EPIC) liegt sie bei Patienten mit Diabetes im Frühstadium um das 1,7 fache höher als bei Gesunden. Den Grund dafür vermuten Wissenschaftler in über Jahre hinweg immer wieder einmal erhöhten Insulinspiegeln. Die Krebsgefahr beruht darauf, dass erhöhtes Insulin die Zellteilung im Gewebe anregt und so das Tumorwachstum fördern könnte. Doch bewiesen ist das nicht, betont die DDG. Einige Studien würden einen Zusammenhang zwischen IGF und Krebs zeigen – andere nicht.
 
Ebenso unzureichend sei aus wissenschaftlicher Sicht die Datenlage zum Thema Insulintherapie und Krebsrisiko. Zwar hatte eine Daten-Analyse von etwa 130.000 Patienten in Deutschland 2009 einen Zusammenhang zwischen der Anwendung des Insulinanalogons Glargin und der Entstehung von Krebs gefunden. Das Ergebnis des Wissenschaftlichen Instituts der AOK und des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen wurde jedoch in anderen großen Untersuchungen nicht bestätigt.

Ein Zusammenhang zwischen Diabetes, Übergewicht und Krebs ist indes unumstritten: Übergewichtige Menschen mit großem Bauchumfang, so zeigen zahlreiche Studien, haben sowohl ein erhöhtes Diabetes- als auch ein erhöhtes Krebsrisiko.

Wer Pfunde verliert, kann – auch als Diabetiker – die Krebsgefahr senken. Wie wichtig eine gesunde Ernährung für unsere Gesundheit tatsächlich, belegen Studien des Karolinska Instituts, Stockholm. Schlechte Ernährung soll demnach 10% unserer Lebensjahre kosten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sagt, dass ernährungsbedingte Krankheiten für zwei Drittel der Todesfälle verantwortlich sind.

In der „Welt“ wird der Jenaer Ernährungswissenschaftler Michael Ristow zitiert, dass richtige Ernährung bis zu 20 mehr Lebensjahre bringt. Und wie sieht seiner Meinung nach richtige Ernährung aus? Viel Obst und Gemüse, viel Fisch und wenig Fleisch - vor auf rotes Fleisch solle man verzichten.


Berliner Ärzteblatt 30.05.2011/ Quelle: 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft
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