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Fast 40 Prozent der Männer über 50 Jahren haben Probleme beim Wasserlassen
Prostata: Tröpfeln statt Strahl

Viele, vor allem ältere Männer haben Probleme mit ihrer Prostata. Die äußern sich besonders beim Wasserlassen. Doch Mann redet nicht gerne darüber. Deshalb gehen auch nur die wenigsten Männer bei Beschwerden zum Arzt. Bleibt die Prostatahyperplasie aber unbehandelt, kann es zu Harnwegsinfektionen und Nierenerkrankungen kommen.

Fast 40 Prozent der Männer über 50 Jahren haben Probleme beim Wasserlassen: Sie müssen häufig die Toilette aufsuchen, leiden unter Harnstottern, Nachträufeln und einem abgeschwächtem Harnstrahl. Etwa 25 Prozent der über 50-jährigen leiden unter einer Vergrößerung der Prostata, der gutartigen so genannten Prostatahyperplasie. Dennoch begeben sich nur 30 Prozent der Männer mit Beschwerden in ärztliche Behandlung. Gerade einmal 16 Prozent der Männer über 45 Jahren nutzen die von den Krankenkassen finanzierten Vorsorgeuntersuchungen.

Die Erkrankung nimmt mit dem Alter zu. Bei 60-jährigen Männern wird bereits in mehr als der Hälfte der Fälle eine Prostatahyperplasie festgestellt, bei den 80-jährigen sind es schon weit über 80 Prozent. Für Diagnose und Therapie der Erkrankung haben die Mediziner im Jahr 2003 neue Leitlinien erarbeitet. "Leitlinien sind keine medizinischen Kochbücher", betont Professor Dr. med. Udo Jonas, Herausgeber des Fachbuchs "Ageing Male - benignes Prostatasyndom" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2003). Er ist Vorsitzender der Expertengruppe, welche die Leitlinien erstellt hat. "Die klinische Erfahrung des einzelnen Arztes und die individuelle Patientenbetreuung soll durch die Leitlinien unterstützt werden." Dabei wird auch auf die hormonelle Situation im Alter, Sexualstörungen und neue therapeutische Optionen eingegangen.

Bleibt eine Prostatahyperplasie unbehandelt, nehmen die Beschwerden in der Regel zu. Es kann zu Harnwegsinfektionen und Nierenerkrankungen kommen. Ist die Erkrankung diagnostiziert, steht eine effektive medikamentöse und operative Therapie zur Verfügung. Für den Betroffenen geht es bei den Vorsorgeuntersuchungen nicht nur um die vergleichsweise harmlose Prostatavergrößerung: Auch ein bösartiger Tumor der Prostata kann auf diese Weise entdeckt werden. Das Prostatakarzinom ist der zweithäufigste bösartige Tumor bei Männern über 40 Jahren. Die Krebserkrankung kann nur im Frühstadium geheilt werden.

WANC 11.06.04

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