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Testosteron stoppt Hodenentzündung

Bei Entzündungen des Hodens droht Unfruchtbarkeit. Wissenschaftler haben nun heraus gefunden, dass Testosteron helfen kann. Das männliche Geschlechtshormon hat weiterreichende entzündungshemmende Eigenschaften, die sich auf den gesamten Infektionsprozess auswirken.
 

Testosteron ist ein Geschlechtshormonen. Obwohl es als männliches Hormon gilt, verfügen auch Frauen darüber. Produziert wird Testosteron beim Mann im Hoden. Es ist aber nicht nur für die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane und der Spermien verantwortlich, sondern hat auch wichtige Aufgaben beim Aufbau von Knochen sowie Muskeln und steuert die Libido. Mittlerweile betonen Ärzte die auf Entzündungen hemmend wirkende Funktion des Geschlechtshormons.

Dafür gibt es Belege: Männer sind für Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Lupus erythematodes oder rheumatoide Arthritis weniger anfällig, wenn ihre Testosteronproduktion gut funktioniert. Durch Entzündungen und Infekte kann der Testosteronspiegel aber sinken und damit sinkt dann auch die entzündungshemmende Eigenschaft. Betrifft das den Hoden selbst, dann sehen Ärzte darin eine Ursache für unerfüllten Kinderwunsch.

Dr. Monika Fijak und Prof. Dr. Andreas Meinhardt (Institut für Anatomie und Zellbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen) haben nun herausgefunden, dass durch die zusätzliche Gabe von Testosteron Entzündungen im Hoden gehemmt werden konnten. Das hatte aber auch zur Folge, dass Störungen bei der Bildung von Spermien behoben wurden.

Berliner Ärzteblatt 30.03.2011/ Quelle: The Journal of Immunology, Current Issue, April 1, 2011, Published online before print March 25, 2011, doi: 10.4049/ jimmunol.1001958
 
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