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Die in Fischen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sollen eigentlich gesund sein, doch mittlerweile gibt es daran Zweifel - zumindest wenn die Fettsäuren in Form von Pillen eingenommen werden
Prostatakrebs durch Omega-3-Fettsäuren

Eigentlich sollen sie ja der Gesundheit nutzen: die ungesättigten - Omega-3 - Fettsäuren, die vor allem in fettigen Fischsorten vorkommen. Gelten sollte dieser Schutz vor allem gegen Herz-Kreislauf- sowie Krebserkrankungen. Dass Omega-3-Fettsäuren aber eher schaden als nutzen können, vor allem wenn sie aus Pillen stammen, hat eine Untersuchung jetzt für Prostatakrebs heraus gefunden.

Genau genommen wurde aber nicht der Einfluss von Omega-3-Fettsäuren von Fischen überprüft, sondern der Stoffe EPA (Eicosapentaensäure), DPA (‪Docosapentaensäure‬)
 und DHA (Docosahexaensäure). Diese sind zwar alle ungesättigte Fettsäuren und gehören zu den Omega-3-Fettsäuren, werden aber in der isolierten Form vor allem durch Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen. Und in der Studie waren vor allem Männer, die Fischölkapseln eingenommen hatten.

Untersucht wurden 834 Männer, bei denen ein Prostatakrebs diagnostiziert worden war. Davon hatten 156 eine aggressive Form der Erkrankung. Es stellte sich heraus, dass das Risiko für Prostatakrebs am höchsten bei den Männern war, in deren Blut die höchsten Konzentrationen der drei Fettsäuren EPA, DPA und DHA gefunden wurde. Diese Männer waren im Vergleich zu denjenigen mit den niedrigsten Konzentrationen zu 44% häufiger an einer weniger aggressiven Form von Prostatakrebs erkrankt. Bei den aggressiven Formen war das Erkrankungsrisiko sogar um 71% erhöht.

Warum Omega-3-Fettsäuren eine so verheerende Wirkung haben, lässt sich nicht genau erklären. Aber wahrscheinlich hat es etwas mit der Form der Fettsäuren zu tun. "Die Studie zeigt, dass der Gebrauch von Nahrungsergänzungsmitteln schädlich sein kann," betont denn auch einer der Wissenschaftler, Dr. Alan Kristall. Die Autoren vermuten, dass bei der Herstellung und Isolierung der einzelnen Fettsäuren möglicherweise Stoffe entstehen, die Zellen schädigen können.

Berliner Ärzteblatt 30.07.2013/ Quelle: JNCI J Natl Cancer Inst  2013
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