Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 


Jugendliche, die rauchen und schon einen Alkoholrausch hatten, nehmen deutlich häufiger Cannabis (Foto: DAK/Wigger)
Cannabis: Konsumenten werden jünger

Cannabis ist der am häufigsten konsumierte illegale Suchtstoff. In Deutschland haben über 9 Mio. Menschen Erfahrung mit Cannabis, fast 400.000 weisen einen missbräuchlichen oder abhängigen Konsum auf. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen hat die Verbreitung von Cannabis zwischen 1992 und 2002 um das 2,7fache zugenommen. Jeder Zweite, der heute wegen des Konsums illegaler Drogen zum ersten Mal in seinem Leben eine Beratungsstelle aufsucht, kommt wegen Cannabis.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) befragte bundesweit etwa 3.000 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren. Illegale Drogen gehören heute zu den Alltagserfahrungen junger Menschen. Ein Drittel (32 Prozent) der 12- bis 25-Jährigen hat schon einmal Drogen probiert, 1979 waren das 16 Prozent.

Drogenkonsum ist hauptsächlich Cannabiskonsum. 24 Prozent der Jugendlichen haben ausschließlich Haschisch oder Marihuana genommen. Die Akzeptanz für Cannabis unter Jugendlichen ist deutlich gestiegen. 8 Prozent haben auch andere Rauschmittel konsumiert wie Amphetamine (4 Prozent), Ecstasy (4 Prozent), psychoaktive Pflanzen und Pilze (4 Prozent), Kokain (2 Prozent) oder LSD (2 Prozent).

Erklärt Marion Caspers-Merk, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Der Cannabiskonsum hat heute eine andere Dimension als noch zu Flower-Power-Zeiten, als am Wochenende vielleicht mal ein Joint die Runde machte. Überall in Europa nimmt der Cannabiskonsum zu." Und sie stellt fest: "
Auch ist das Einstiegsalter in den letzten Jahren gesunken. Cannabis ist die einzige illegale Droge, bei der in den letzten Jahren das Durchschnittsalter beim Erstkonsum gesunken ist: Während es 1993 noch bei 17,5 Jahren lag, liegt es aktuell bei 16,4 Jahren. Deshalb ist Frühintervention besonders wichtig, weil man weiß, dass das Risiko für eine psychische Abhängigkeit umso größer ist, je früher die Jugendlichen zum Joint greifen."

Für die meisten der Drogen konsumierenden Jugendlichen (32 Prozent) ist der Suchtmittelkonsum eine kurze Phase. 13 Prozent der 12- bis 25-Jährigen haben in den letzten 12 Monaten Drogen konsumiert, bei 19 Prozent liegt der Drogenkonsum länger als ein Jahr zurück. Caspers-Merck: "Die große Mehrheit der Konsumenten belässt es bislang bei einem bloßen ‚Probieren‘. Gleichzeitig kiffen aber immer mehr junge Leute in exzessivem Ausmaß und sind praktisch den ganzen Tag ‚breit‘. Hiervon sind besonders junge Männer betroffen, die sich noch in der schulischen bzw. beruflichen Orientierungsphase befinden."

Die Hälfte der 12- bis 25-Jährigen hat schon einmal Drogen angeboten bekommen, 80 Prozent davon haben jedoch das erste Angebot abgelehnt. Grundsätzlich lehnt die Hälfte der jungen Menschen den Konsum illegaler Drogen grundsätzlich ab. Seit Mitte der 80er Jahre ist der Anteil der drogenresistenten Jugendlichen rückläufig. 1986 wollten noch 66 Prozent auf keinen Fall Drogen nehmen. Diese Entwicklung ist ausschließlich auf eine zunehmend positive Einstellung zu Cannabis zurückzuführen. Die Distanz der Jugendlichen zu anderen Drogen ist unverändert sehr groß.

Eine wichtige Rolle für den Konsum illegaler Drogen spielen Tabak und Alkohol. Jugendliche, die rauchen und Alkoholrauscherfahrung haben nehmen deutlich häufiger Cannabis als Nie-Raucher und Alkoholrauschunerfahrene. „Der Anstieg des Cannabiskonsums in der jüngeren Bevölkerung gibt uns ernsten Anlass zur Sorge“, so die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Jährlich begeben sich rund 15.000 Menschen im Zusammenhang mit Cannabismissbrauch in eine Behandlung. Wir müssen deshalb in der jungen Bevölkerung noch stärker als bisher bekannt machen, dass Cannabis keine Spaßdroge ist, sondern wesentliche gesundheitliche Risiken nach sich zieht.“

WANC 01.12.04

Drugcom.de

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Weniger Drogentote in Deutschland und Europa

Ecstasy- Konsumenten leben riskant

Binge-Drinking: Saufen bis zum Umfallen

Immer mehr Schüler kiffen

Fragen und Antworten zur Schizophrenie
Wie beginnt eine Schizophrenie?

Wie bemerkt man bei Anderen eine Schizophrenie?

Ist Schizophrenie heilbar?

Wie können Angehörige und Freunde einem Schizophreniekranken helfen?

Sind Menschen mit Schizophrenie gefährlich?

Überblick aller Fragen und Antworten zur Schizophrenie

 
Seite versenden  
Seite drucken