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Ein dicker Bauch kostet Hirnvolumen - und erhöht damit das Risiko für Alzheimer
Wer Übergewicht hat, bekommt eher Alzheimer

Sehr dicke Menschen leiden oft unter vielen verschiedenen Krankheiten – häufig sin des Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch nun haben US-Wissenschaftler in einer Studie fest gestellt, dass bei Übergewichtigen ein höheres Risiko besteht, an Alzheimer zu erkranken. Die Studie zeigte auch, dass mit der Zunahme an Fettgewebe das Hirnvolumen abnimmt.

Dass Fettleibigkeit oft mit einen erhöhten Anfälligkeit für Erkrankungen einher geht, ist keine so neue Erkenntnis. Dass Übergewicht aber auch dazu beiträgt, die Gehirnleistung zu vermindern, das weiß man noch nicht so lange. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Boston in einer Studie 700 Personen untersucht. Dabei konnte die Arbeitsgruppe um Sudha Seshadri auf  Daten der seit Ende 1940er Jahren laufenden Framingham Heart Study, einer großen Studie zur Untersuchung häufiger Herz-Kreislauf-Krankheiten zurückgreifen – also einen sehr langen Zeitraum beobachten.

Sie wählten Patienten mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren und verglichen Body Mass Index (BMI), Hüftumfang sowie Taille-Hüft-Verhältnis mit Werten von MRT-Messungen, darunter vor allem Hirnvolumen und Hirndichte. Dabei ermittelten zwei wichtige Ergebnisse:
1. Patienten mit Adipositas, die aber ansonsten gesund sind, haben ein größeres Risiko, an Demenz zu erkranken als schlankere Personen.
2. Je höher der BMI lag, desto niedriger war das Hirnvolumen.
Und das Hirnvolumen nimmt ab, wenn das Fettgewebe zunimmt.

Ähnliche Erkenntnisse haben Forscher um Paul Thompson, Professor für Neurologie an der University of California in Los Angeles, gesammelt. Diese untersuchten allerdings nur 94 Senioren mit einem Alter von über 70 Jahren. 51 waren übergewichtig. Bei denen war das Gehirn durchschnittlich um sechs Prozent kleiner war als bei gleichaltrigen Normalgewichtigen. Bei den 14 Fettleibigen war das Gehirn sogar um acht Prozent geschrumpft. Thompson erklärt, dass von dem Substanzverlust vor allem die Bereiche des Gehirns betroffen sind, die vor der Entstehung von Alzheimer schützen. Das erkläre das gesteigerte Risiko Übergewichtiger, an Demenz zu erkranken.

Auch schwedische Forscher den Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Alzheimer-Risiko überprüft. Ihnen fiel auf, dass besonders viele Frauen, die an Alzheimer erkrankten, in ihrer Vergangenheit an Adipositas gelitten hatten. Während der gewöhnliche Body-Mass-Index (BMI), das Verhältnis zwischen Körpergröße und Gewicht, zwischen 18,5 und 25 liege, hatten die betroffenen Frauen einen durchschnittlichen Wert von 28. Mit jedem zusätzlichen Punkt erhöhe sich die Alzheimer-Wahrscheinlichkeit um 36 Prozent, warnten die Wissenschaftler.

WANC 04.06.10, Quelle: Annals of Neurology (doi: 10.1002/ana.22062 )

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