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Parkinson: Gestörter Hirn-Rhythmus

Parkinson gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Gehirns. Seine deutsche Bezeichnung Schüttellähmung hat die Krankheit durch ein bestimmtes Symptom erhalten: das Zittern. Eine Erklärung für das Auftreten der Bewegungsstörungen liegt in dem gestörten Hirn-Rhythmus, der die Hirnaktivitäten aus der Balance bringt. Das eröffnet neue Ansätze für eine Therapie.

Parkinson hat seine Ursache in dem Mangel eines bestimmten Botenstoffes im Gehirn:  Dopamin. Dieser wird von Nervenzellen produziert, um Informationen zu übertragen. Bei Parkinson sterben diese Nervenzellen, die sich im übrigen in der Substantia nigra (schwarze Substanz)  in den Basalganglien des Gehirn befinden, ab. Krankheitszeichen werden offenkundig, wenn 50 bis 50% dieser Zellen abgestorben sind.

Die Aktivität der Basalganglien, das sind die Kerne der beiden Gehirnhälften in denen wichtige Funktionen des Körpers gesteuert werden, unterliegen anscheinend natürlichen Schwankungen. Wissenschaftler der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg haben
nun heraus gefunden, dass überbordende Aktivität einer anderen Hirnregion, dem Striatum, die Basalganglien in krankhafte Schwingungen treiben kann. Bei gesunden Menschen befindet sich die Aktivitäten im Gleichgewicht. Bei Parkinson-Kranken besteht die Balance nicht mehr, sind die Aktivitäten aus dem Gleichgewicht geraten.

Die Tiefe Hirnstimulation (DBS) kann diesem gefährlichen Aufschaukeln entgegenwirken. Es stellt die Balance wieder her. Weil es dazu mittlerweile ein Reizmuster gibt, kann ein DBS-Implantat länger funktionieren.

04.11.2011/ Quelle: Front. Syst. Neurosci. 5:86. doi: 10.3389/fnsys.2011.00086
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