Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: PhotoAlto.cs
Ein gesunder Schlaf sollte zwischen sechs und acht Stunden dauern (Foto: PhotoAlto.cs)
Schlafmangel lässt uns früher sterben

Wer regelmäßig zu wenig schläft, stirbt früher. Als zu wenig schlaf gelten unter sechs Stunden. Aber auch zuviel Schlaf – also mehr als neun Stunden – verkürzt die Lebensspanne. Die richtige Schlafdauer – so Experten – soll zwischen sechs und acht Stunden betragen.

Weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht können zu einem frühen Tod führen, warnen britische und italienische Wissenschaftler. Menschen, die regelmäßig so wenig schlafen, sterben mit einer zwölf Prozent höheren Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Zeitraumes von 25 Jahren. Als ideale Schlafdauer sehen die Forscher sechs bis acht Stunden an.

Aber auch zuviel Schlaf ist nicht gesund. Die Wissenschaftler haben einen Zusammenhang zwischen mehr als neun Stunden Schlaf und einem frühen Tod gefunden. Zuviel Schlaf gilt als ein Marker für eine schlechte Gesundheit.

Die Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen Schlaf und Sterblichkeit über die Auswertung von Studien aus Großbritannien, Amerika, Europa und Ostasien. Genau wurden 16 Studien mit Daten von 1,5 Mio. Menschen ausgewertet. Ein früher Tod durch alle möglichen Ursachen hing immer mit entweder zu wenig oder zu viel Schlaf zusammen.

Francesco Cappuccio, Leiter des Sleep, Health and Society Programme an der University of Warwick, erklärte, dass die moderne Gesellschaft eine graduelle Verringerung der Schlafmenge erlebt. Dieses Muster sei bei Menschen, die Vollzeit arbeiten, stärker ausgeprägt. Es liege nahe, dass längere Arbeitszeiten und Schichtarbeit dafür verantwortlich sind. Gleichzeitig geht laut Cappuccio die Verschlechterung des Gesundheitszustandes häufig mit längeren Schlafphasen einher.

Sollte der Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Tod tatsächlich kausal sein, wären davon Menschen über 16 Jahren betroffen. Cappuccio betonte, dass weitere Studien erforderlich seien, um genau zu verstehen, warum der Schlaf für die Gesundheit so wichtig zu sein scheint.

Jim Horne vom Loughborough Sleep Research Centre schränkt ein, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen könnten. Schlaf sei nur das Lackmuspapier für die physische und psychische Gesundheit. Der Schlaf werde durch viele Krankheiten und Voraussetzungen beeinflusst. Dazu gehörten zum Beispiel auch Depressionen.

Mehr Schlaf müsse nicht unbedingt bedeuten, dass jemand besser oder länger lebe. Weniger als fünf Stunden pro Nacht legten aber eher nahe, dass etwas nicht stimme. Das reiche für die meisten Menschen nicht. Schläfrigkeit während des Tages erhöhe zudem das Risiko eines Unfalls im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen.

WANC 05.05.10, Quelle: Sleep, University of Warwick, pte

Was sind typische Anzeichen für eine Depression?

Leiden depressive Männer anders?

Sind Depressionen heilbar?

Wie wirken Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)?

Verursacht das Absetzen von Antidepressiva Entzugssymptome?

 
Seite versenden  
Seite drucken