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Foto: Hans Bakker, MH Hannover
Zucker-Transporter (Foto: Hans Bakker, MH Hannover)
„Saurer Zucker“ soll verletzte Nerven heilen

Eine spezielle Zuckerverbindung, die Polysialinsäure, soll die Heilung verletzter Nerven unterstützen. Möglicherweise dient die Entdeckung auch der Schaffung künstlicher Organe.

Ein Verbund von Wissenschaftlern aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Leibniz Universität Hannover LUH) und des Deutschen Instituts für Kautschuktechnologie erforscht den Einsatz der Polysialinsäure. Bereits relativ früh konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass Hilfsschienen aus Polysialinsäure für die Heilung verletzter Nerven sehr förderlich sind. Im Gegensatz zu vielen künstlichen Gerüstsubstanzen kann die Verbindung sogar gezielt abgebaut werden, wenn der Heilungsprozess abgeschlossen ist.

Die Polysialinsäure (polySia) spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung und Funktion des Nervensystems. PolySia unterstützt ein Leben lang Lern- und Gedächtnisleistungen. Allerdings hat sie auch Schattenseiten: Bei bösartigen Tumoren des Nervengewebes tritt sie in hoher Konzentration auf. Und bei bestimmten Bakterien umgibt eine große polySia-Kapsel die Zellen wie ein Schutzmantel - dazu gehören die Meningitiserreger Escherichia coli K1 und Neisseria meningitidis, Serogruppe B. Das menschliche Immunsystem kann so die Tumor- und Bakterienzellen nicht als fremd erkennen. Deshalb bemühen sich Forscherinnen und Forscher für die Diagnostik und die Therapie, polySia zu erkennen und mit Hilfe von Enzymen abzubauen.

Bei der Schaffung künstlicher Organe – dem Tissue Engineering – könnte die Polysialinsäure als Gerüst für die Gestalt eines Organs dienen. Die Gerüste bilden das Organ nach, bieten den Träger für die aufwachsenden Zellen und bilden eine mechanische Stütze für die Zusammenführung verschiedener Gewebe (Organgewebe, Blut- und Lymphgefäße, Nervenzellen). Die Organgerüste dürfen allerdings keinen permanenten Charakter haben, da sie die Funktion des fertigen Transplantats behindern würden. Im Idealfall werden die Gerüste in einem geregelten Prozesses parallel zur Bildung des Organs zurück- bzw. abgebaut.

Die im menschlichen Organismus gebildete Polysialinsäure bietet hervorragende Eigenschaften, dieses Ziel zu erreichen. Sie ist unter physiologischen Bedingungen sehr stabil, der Abbau kann über den Einsatz exogener und hoch spezifischer Enzyme eingeleitet werden und die zahlreichen funktionellen Gruppen des Zuckers können genutzt werden, um seine Eigenschaften auf organisch- und anorganisch-chemischem Wege zu verändern beziehungsweise für den jeweiligen Einsatz zu optimieren.

WANC 05.11.08/ Quelle: Medizinische Hochschule Hannover

Forschungsbericht MH Hannover

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