Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Frauengesicht
Psychische Erkrankungen: Verursachen oft lange Krankschreibungen
Psychische Erkrankungen: Jeder Fünfte betroffen

Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Störungen. Die Erkrankungen führen zu vielen Krankschreibungen. Besonders oft sind von psychischen Störungen Arbeitslose betroffen.

Bei mehr als jeder fünften Erwerbsperson wurde 2006 bei einem Arztbesuch mindestens einmal die Diagnose "Psychische Störung" gestellt. "Die Daten aus dem ambulanten ärztlichen Bereich zeigen, dass psychische Erkrankungen deutlich häufiger vorkommen als es die bisherigen Auswertungen der Krankschreibungen und Arzneimittelrezepte vermuten ließen", kommentierte Dr. Christoph Straub, stellvertretender Vorsitzender des Techniker Krankenkasse (TK)-Vorstandes, die Ergebnisse des TK-Gesundheitsreports.

Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer: Bei fast jeder dritten Frau zwischen 15 und 65 Jahren wurde 2006 mindestens einmal eine psychische Diagnose gestellt, bei den Männern war fast jeder sechste betroffen. Zudem zeigt der Report große regionale Unterschiede auf. "Es besteht ein deutliches West-Ost-Gefälle. In den neuen Bundesländern wurden durchweg weniger psychische Störungen diagnostiziert als im Bundesdurchschnitt. Besonders viele psychische Erkrankungen wurden in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin festgestellt. In der Hauptstadt war mit 27,4 Prozent mehr als jede vierte Erwerbsperson betroffen", erklärt Dr. Thomas Grobe vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung in Hannover.

Zu den häufigsten Einzeldiagnosen psychischer Störungen zählen Depressionen, Reaktionen auf schwere Belastungen sowie somatoforme Störungen, die bei 7 bzw. 5 und 8 Prozent der Erwerbspersonen diagnostiziert wurden. Von den Diagnosen sind Frauen jeweils doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Jeder siebte Patient war aufgrund seiner psychischen Krankheit arbeitsunfähig. Da Krankschreibungen unter den entsprechenden Diagnosen sehr lange dauern und es den Betroffenen vor allem nach stationären Aufenthalten oftmals schwer fällt, wieder in ihrem Alltag in Beruf und Familie Fuß zu fassen, sprach sich Straub vor allem für eine verbesserte ambulante Versorgung aus. "Wir brauchen Angebote, die direkt im Lebensumfeld der Patienten ansetzen und ihnen ermöglichen, in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben." Dazu zählt Straub vor allem für chronisch psychisch Kranke eine sozialpsychiatrisch ausgerichtete Versorgung im Lebensumfeld der Versicherten, ein "home treatment" mit ambulanten Kriseninterventionen und sogenannten Rückzugsräumen und Krisenpensionen.

WANC 12.06.08/Quelle: TK Gesundheitsreport

Zahl der psychiatrischen Patienten wächst

Psychische Erkran- kungen: Experten fordern mehr Geld

Fragen und Antworten zur Schizophrenie
Wie beginnt eine Schizophrenie?

Wie bemerkt man bei Anderen eine Schizophrenie?

Ist Schizophrenie heilbar?

Wie können Angehörige und Freunde einem Schizophreniekranken helfen?

Sind Menschen mit Schizophrenie gefährlich?

Überblick aller Fragen und Antworten zur Schizophrenie

 
Seite versenden  
Seite drucken