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Mobbing: Hilfe suchen
Mobbing macht krank

Mobbing macht krank und ist teuer. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat zum Beispiel festgestellt, dass ca. 20 % der gemobbten Personen mehr als 6 Wochen krankheitsbedingt ausfallen.

Mobbing kann jeden treffen. Drei von 100 Beschäftigten werden am Arbeitsplatz systematisch und über einen längeren Zeitraum schikaniert, drangsaliert, benachteiligt und ausgegrenzt - eben gemobbt. Aber auch Mobber kann jeder sein. Allerdings befinden sich die meisten im Alter von 34 bis 54 Jahren und sind bereits länger im Betrieb tätig ist. 70% der Mobber erfüllen diese Kriterien. 60% der Übeltäter sind Männer und in 40% der Fälle gehen die Drangsalierungen auf das Konto des Vorgesetzten.

Die drei häufigsten Mobbinghandlungen sind Gerüchte, die falsch bewertete Arbeitsleistung und ständige Sticheleien und Hänseleien.

Es gibt weniger und besonders mobbing-gefährdete Berufsfelder. Soziale Berufe stehen an erster Stelle, gefolgt von Verkaufspersonal und Bank-, Bausparkassen- und Versicherungsfachleuten. Das Risiko gemobbt zu werden ist in diesen Branchen dreimal bzw. doppelt so hoch wie in anderen Berufen. Gefährdete Personengruppen sind den Untersuchungen zur Folge Frauen, ältere Arbeitnehmer und Auszubildende.

Betroffenen rät die BAuA in Dortmund, sich frühzeitig zu wehren, die Aussprache mit den Tätern oder Täterinnen zu suchen und die Ursachen des Konflikts herauszufinden. Allerdings belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass es fast unmöglich ist, den Teufelskreis Mobbing aus eigener Kraft zu durchbrechen.  In 80% der Fälle scheitern Versuche, sich durch Friedensangebote, Verbalattacken oder Zurückmobben zu wehren.

Dennoch empfiehlt die BAuA, gerade im Anfangsstadium der Mobbingattacken die direkte Selbsthifle zu versuchen. Manchmal kann ein klärendes Gespräch Probleme lösen und Ansätze zum Mobbing im Keim ersticken. Außerdem sollten Betroffene Öffentlichkeit für die Anfeindungen schaffen: also Zeugen bei Gesprächen dabei haben, Aufzeichnungen davon machen und andere über die Machenschaften informieren.

Wichtig ist es auch, Entspannung zu suchen und das Mobbing nicht zum beherrschenden Thema werden zu lassen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass man nervös wird, Fehler bei der Arbeit macht und die Belastung so groß wird, dass man krank wird. Doch gerade das liefert dem Mobber die Bestätigung seiner Vorwürfe.

Außerdem sollten Mobbingopfer Hilfe suchen. Beispielsweise beim Betriebsarzt, beim Betriebs- oder Personlrat, bei der Geschäftsführung. Auch außerhalb des Betriebes kann man Rat und Unterstützung suchen: Rechtsanwälte,  Psychologen, Beratungsstellen, Krankenkassen, Selbsthilfegruppen, Gewerkschaften und natürlich die eigene Familie. 

Die DASA in Dortmund zeigt noch bis zum 18. September 2005 eine Sonderausstellung zum Thema Mobbing. "Wenn keiner grüßt und alle schweigen...Konflikte und Mobbing in der Arbeitswelt. Eine Ausstellung zur Konfliktkultur" heißt die Schau, die als Wanderausstellung konzipiert ist und anschließend durch Deutschland tourt. Tonaufnahmen, Schautafeln und abstrakte Skulpturen aus Metallschrott führen in die Thematik ein und zeigen Lösungsansätze für dieses betriebliche Problem auf.


Mehr Rat gibt die Broschüre "Wenn aus Kollegen Feinde werden...", die bei der BAuA kostenlos erhältlich ist. Der dazu gehörige Forschungsbericht (Fb 951) enthält weitere Fakten.

Fragen zum Thema und zu den Publikationen der BAuA beantwortet das Informationszentrum der BAuA für 9 Cent je Minute aus dem nationalen Festnetz der Deutschen Telekom AG unter der Rufnummer 0180. 321 4 321 oder per E-Mail unter:
infozentrum@baua.bund.de.

WANC 13.07.05
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