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Gestresste Frau: Stress scheint ein Grund für Depressionen zu sein (Foto: pte)
Stress: Fördert Tod von Gehirnzellen

Neue Studien haben gezeigt, dass Stress dafür verantwortlich sein kann, dass Gehirnzellen nur kurz überleben. Der Verlust der Zellen könnte ein Grund für Depressionen sein.

Ein einziger stressreicher Vorfall kann ausreichen, um neue Nervenzellen im Gehirn absterben zu lassen. Wissenschaftler der Rosalind Franklin University haben in Tests mit Ratten nachgewiesen, dass der Zellverlust im Hippokampus stattfindet, einem Bereich des Gehirns, der für die Verarbeitung des Gelernten, das Gedächtnis und die Gefühle zuständig ist.

Die Forscher haben bewiesen, dass bei jungen Ratten der Stress einer Begegnung mit älteren aggressiven Ratten die Entstehung neuer Nervenzellen im Gehirn nicht stoppte. Verhindert wurde jedoch, dass die Zellen überlebten. Damit verblieben weniger neue Neuronen für die Verarbeitung von Gefühlen und Emotionen. Die jungen Versuchstiere verfügten bei den Stresshormonen über Werte, die sechsmal so hoch waren wie bei Ratten, die nicht mit älteren Tieren eingesperrt waren.

Es zeigte sich, dass die Zellen nicht sofort nach einem stressreichen Ereignis abstarben, sondern mit einer Verzögerung von 24 Stunden oder mehr. Prinzipiell, argumentieren die Wissenschafter, sollte es möglich sein in diesem Zeitraum einzugreifen und so einen Zellverlust zu verhindern.

Die mikroskopische Analyse des Gehirngewebes ergab, dass die Fähigkeit neue Zellen zu bilden nicht eingeschränkt wurde. Damit schien eine Theorie widerlegt zu sein, wonach Stresshormone die Bildung neuer Zellen verhindern. Eine Woche später hatte nur ein Drittel der neuen Zellen überlebt. Das langfristige Überleben dieser Zellen war ebenfalls beeinträchtigt.

Der Hippokampus ist eine von zwei Gehirnregionen, die bei Ratten und Menschen lebenslang neue Nervenzellen bilden. Das Team nimmt an, dass der Verlust von Zellen eine mögliche Ursache für Depressionen sein könnte.

Die Forscher hoffen jetzt auf neue Behandlungsansätze, die verhindern, dass akuter Stress zu Stimmungsproblemen führt. Der leitende Wissenschaftler Daniel Peterson erklärte, dass in einem nächsten Schritt zu erforschen sei, wie der Stress das Überleben der Zellen beeinträchtigt.

WANC 14.03.07

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