Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: Stock photo
Der Genuss von Alkohol verändert das Gehirn - je mehr man trinkt, desto weniger können diese Veränderungen rückgängig gemacht werden (Foto: Stock photo)
Alkohol: Veränderungen im Gehirn

Nur sechs Minuten dauert es, bis getrunkener Alkohol in den Gehirnzellen Veränderungen hervorruft. Allerdings besitzt das Gehirn die Fähigkeit, diese Veränderungen ungeschehen zu machen. Mit zunehmendem Alkoholgenuss nimmt diese Fähigkeit aber ab.

“Bisher hat es solche Untersuchungen nur in Tierversuchen gegeben", beurteilt Armin Biller von der Arbeitsgruppe Cerebraler Metabolismus, Abteilung für Neuroradiologie des Heidelberger Universitätsklinikums Untersuchungen, in denen mit Hilfe der Magnetresonanzspektroskopie (MRS) nachgewiesen wurde, dass eine Alkoholmenge, die etwa drei Gläsern Bier oder zwei Gläsern Wein entspricht, zwar rasche, aber rückgängig zu machende Veränderungen im Gehirn herbeiführt.

"Unsere Probanden tranken durch einen langen Strohhalm, während sie im Kernspintomographen lagen, eine auf das Körpergewicht abgestimmte Menge an Alkohol bis zu einem Blutalkoholwert zwischen 0,5 und 0,6 Promille", so der Forscher. "Die Studie hat Hinweise darauf geliefert, dass das Gehirn umschaltet und statt Glukose Azetat - ein Abbauprodukt des Alkohols - zur Energiegewinnung nutzt. Das bedeutet, dass sich nach dem Alkoholgenuss Glukose im Gehirn ansammelt, die nicht verstoffwechselt wird."

Die Forscher stellten fest, dass die schädliche Wirkung rasch einsetzt. Während des Experiments nahm die Konzentration von Stoffen, denen zellschützende Effekte zugeschrieben werden, wie etwa Kreatin (Energiestoffwechsel) mit zunehmender Alkoholkonzentration ab. Cholin, ein Bestandteil der Zellwände, war ebenfalls erniedrigt. "Das weist möglicherweise darauf hin, dass sich sogar die Zellwände unter Alkoholeinfluss in ihrer Zusammensetzung ändern", nimmt Biller an.

Allerdings scheinen die Verschiebungen im Hirnstoffwechsel nach moderatem Alkoholkonsum bei gesunden Menschen vollständig reversibel zu sein. "Das haben unsere Kontroll-Untersuchungen am Folgetag gezeigt", bestätigt Biller. Unterschiedliche Ergebnisse zwischen männlichen und weiblichen Versuchsteilnehmern konnten in der Studie nicht nachgewiesen werden. "Das Gehirn der weiblichen und männlichen Probanden reagierte gleichermaßen auf den Alkoholkonsum", weiß Biller.

"Wir vermuten jedoch, dass die Fähigkeit des Gehirns, sich von den Alkoholwirkungen zu erholen mit zunehmendem Alkoholgenuss abnimmt bzw. erlischt." Möglicherweise sind die akuten Effekte, wie sie in der Studie nachgewiesen werden konnten, die Grundlage für die dauerhaften Schäden am Gehirn, wie sie bei alkoholabhängigen Menschen auftreten.

Unklar ist noch, was sich bei einem so genannten Kater im Gehirn abspielt. Heraus zu finden bleibt auch, inwieweit unterschiedliche Getränke unterschiedliche Effekte auf das Gehirn ausüben.
 

WANC 18.05.09/Quelle: Journal of Cerebral Blood Flow and Metabolism, pte

Wie äußert sich ein Morbus Parkinson in der Frühphase?

Mit welcher Erkrankung wird der Morbus Parkinson in der Frühphase nicht selten verwechselt?

Was versteht man unter dem "Maskengesicht" bei Morbus Parkinson?

Wann tritt das Zittern bei Menschen mit Morbus Parkinson vor allem auf?

Warum behandelt man den Morbus Parkinson mit Levodopa, und nicht direkt mit Dopamin?

 
Seite versenden  
Seite drucken