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Alzheimer: Wie ein Farbstoff die Therapie effektiver machen könnte

Alzheimer entsteht durch giftige Ablagerungen, die die Nervenzellen zerstören. Forscher des Max-Delbrück-Centrums (MDC) und der Charité in Berlin haben einen Farbstoff entdeckt, der diese giftigen Ablagerungen anscheinend unschädlich machen kann. Es handelt sich dabei um den roten Naturfarbstoff Orcein der Flechte Roccella tinctoria. Bis daraus eine Therapie entsteht, werden allerdings noch Jahre vergehen.

Der rote Naturfarbstoff Orcein und der mit ihm eng verwandte blaue Farbstoff O4 heften sich  an die bei dem Ablagerungsprozess entstehenden Zwischenstufen der Zellgifte an. Gerade diese Vorstufen der Eiweißablagerungen sind für die Nervenzellen besonders giftig und sollen deren Untergang verursachen, was dann zur Entstehung von Alzheimer führt. Vor einigen Jahren hatten die Wissenschaftler entdeckt, dass die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-gallate) in grünem Tee ebenfalls die giftigen Eiweißablagerungen in unschädliche Ablagerungen umwandeln können.

Eiweißplaques zerstören die Nervenzellen im Gehirn
Orcein und O4 verringern die Bildung der gefährlichen Vorstufen indem sie die Ablagerung großer Plaques beschleunigen, wie die Forscher im Reagenzglas und in Zellkulturen zeigen konnten. Bisher galt es als sehr schwer, die Bildung der gefährlichen Vorstufen zu stoppen. Der künstliche Farbstoff Methylenblau, der sich derzeit in klinischer Erprobung befindet, scheint in ähnlicher Weise die Bildung großer Ablagerungen zu verstärken. Andere Therapiestrategien, die auf die Beseitigung der Eiweißplaques zielen, hatten in klinischen Studien bislang zu keiner eindeutigen Verbesserung des Krankheitsverlaufs von Alzheimer-Patienten geführt. Weitere Studien müssen klären, ob die Beschleunigung der Plaquebildung als therapeutischer Ansatz in Frage kommt.

21.11.2011/ Quelle: Nature Chemical Biology (2011) doi:10.1038/nchembio.719
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