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Weinanbau im Central Valley von Kalifornien: Dort werden erheblich Mengen von Pflanzenschutzmitteln versprüht (Foto: Stock photo)
Parkinson: Der Fluch der Pestizide

Wer lange Zeit Pestiziden ausgesetzt war, hat ein stark erhöhtes Risiko an Parkinson zu erkranken. Derartige Gifte schädigen anscheinend gerade die Zellen, die das Gehirn mit wichtigen Stoffen versorgt. Ein Mangel an diesen Stoffen lässt Parkinson entstehen. 

Das Central Valley in Kalifornien ist eigentlich eine schöne Gegend. Vor allem ist es dort fast immer warm. Doch es ist auch eine der wichtigsten Landwirtschaftszonen nicht nur der USA sondern der Welt. Hier wachsen 400 verschiedene Früchte, unter anderem auch der kalifornische Wein.

Die Folgen der Landwirtschaft sind es jetzt, die den Menschen zu schaffen machen. Denn Wissenschaftler der UCLA School of Public Health haben Anwohner untersucht, die in einem Abstand von etwa 500 Metern zu den Feldern wohnten. Und zwar zwischen den Jahren 1974 und 1999.

In diesem Zeitraum sind die landwirtschaftlichen Flächen nicht nur in den USA unter anderem mit den Pflanzenschutzmitteln Maneb und Paraquat besprüht worden. Maneb dient zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen bei Pflanzen. Rückstände des Mittels werden immer wieder in Früchten und Gemüse gefunden. Maneb wird nachgesagt, dass es das Kind im Mutterleib schädigen kann. Paraquat wird zur Vernichtung von Unkraut eingesetzt. Wegen seiner Giftigkeit  - nicht nur für den Menschen – ist es in einigen Ländern verboten. Auch in Deutschland ruht die Zulassung noch, wobei ein neuer Antrag anscheinend vorbereitet wird.

Bei den untersuchten Anwohnern stellten die Wissenschaftler ein um 75% erhöhtes Risiko fest, an Parkinson zu erkranken. Bei denen, die 60 Jahre oder jünger waren, betrug das Risiko sogar das 4- bis 6-fache.

Die beiden leitenden Wissenschaftler, Beate Ritz und Sadie Costello, betonen: „Unsere Studie bestätigt zwei Beobachtungen. Zum einen, dass sich der Effekt jeder einzelnen Chemikalie verstärkt, wenn man mehreren ausgesetzt war. Zum anderen, dass die Dauer, der man den Mitteln ausgesetzt war, eine wichtige Rolle spielt.“

Dass es einen Zusammenhang zwischen Pflanzenschutzchemikalien und der Parkionson-Ekrankung hat schon früher eine Forschergruppe der Universität von Rochester unter der Leitung von Lisa Opanashuk berichtet (Journal NeuroToxicology). Sie stellten fest, dass z.B. Polychlorierte Biphenyle (PCBs) Dopamin-produzierende Zellen schädigen. Die Degeneration dieser Zellen ist einer der Schlüsselfaktoren bei der Parkinsonschen Krankheit. Gleichzeitig konnten die Forscher belegen, dass bereits niedrige Konzentrationen von Maneb, das antioxidative System dieser Zellen stören kann. Nach Ansicht der Wissenschaftler zeigte dies, dass Umweltgifte die Dopaminzellen anfälliger gegenüber Schäden durch den normalen Alterungsprozess, eine Infektion oder weitere Schadstoffe machen.

WANC 23.04.09/Quelle: American Journal of Epidemiology, EurekAlert, baubiologie-regional.de

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