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Ein dicker Bauch kann für eine Demenz verantwortlich sein (Foto: Stock photo)
Übergewicht beschleunigt Alterung des Gehirns

Übergewicht macht krank. Es wirkt sich auch auf das Gehirn aus und lässst es schneller schrumpfen. Damit beschleunigen überzählige Pfund die biologische Alterung des Gehirns. Und können verantwortlich für eine Demenz sein.

Wer Übergewicht mit sich herum schleppt, trägt auch Gesundheitsprobleme mit sich herum: Es erhöht das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und Schlaganfall. Diese drei Erkrankungen können als Folge Durchblutungsstörungen haben. Wenn der Körper und insbesondere das Gehirn aber nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird, dann sinkt die Leistunsfähigkeit des Gehirns und letztlich kann sich im Alter eine Demenz einstellen. 
Eine Demenz wirkt sich auf das Kurzzeitgedächtnis sowie das Denkvermögen aus und verändert oft auch die Persönlichkeitstruktur des betroffenen Menschen

Aber auch bei Übergewichtigen, die im Alter ihre kognitiven Fähigkeiten behalten, gibt es Veränderungen, die Thompson mit einer Spezialmethode der Magnetresonenztomografie messen konnte: Die tensorbasierte Morphometrie kann das Volumen von weißer und grauer Hirnsubstanz genau bestimmen. 



Paul Thompson vom Laboratory of Neuro Imaging an der Universität Los Angeles wertete etwa fünf Jahre alte Aufnahmen von Gehirnen über 70-Jähriger aus, die nicht an einer Demenz erkrankt waren. Die Gehirne der schwergewichtigen Senioren waren um 6 Prozent kleiner, als die der normalgewichtigen. Bei den 14 Personen mit Adipositas, als sehr hohem Übergewicht, war das Gehirn sogar um 8 Prozent geschrumpft. Thompson bewertete das als einen biologischen Altersunterschied von 16 Jahren. 

In Mitleidenschaft gezogen waren die vor allem die frontalen, temporalen und subkortikalen Hirnregionen. Diese sind vor allem gefordert, wenn es um  Urteilsvermögen und Gedächtnis geht. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass Gehirnschwund ein Vorzeichen kommender Hirnleistungsschwäche sein könnte. Und zwar bereits dann, wenn Leistungstest noch ganz normale Ergebnisse erbringen.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet, dass Thompson Möglichkeiten zur Abwehr des Gehirnschwundes erforscht hat. Demnach soll vermehrte sportliche Aktivität einer Hirnatrophie im Alter vorbeugen können. Selbst stark Übergewichtige können davon profitieren. Doch nur, wenn sie ein „sehr anspruchsvolles Sportprogramm“ betreiben.

WANC 27.08.09/ Quelle: Human Brain Mapping, Deutsches Ärzteblatt

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