Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: DAK
Körperliche Bewegung kann vor Alzheimer, Depressionen und Schlaganfällen schützen (Foto: DAK)
Körperliches Fitnesstraining hält auch den Geist fit

Wie sagten schon die alten Römer: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Die Römer hatten Recht. Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren verbessern nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern halten auch das Gehirn fit. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass körperliche Aktivität sogar vor der Alzheimer Krankheit so wie vor Depressionen und Schlaganfällen schützen kann.

„Es sollte jeder Erwachsene täglich mindestens 30 Minuten körperlich aktiv sein", rät die Neurologie-Professorin und Triathletin Prof. Dr. Barbara Tettenborn. Mit diesem vergleichsweise geringen Einsatz könne das Risiko für einen Schlaganfall bereits um ein Viertel gesenkt werden, betonte die Chefärztin der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen und außerordentliche Professorin der Johannes Gutenberg Universität Mainz.

Die neuesten Studien zeigen aber auch, dass „eine Dosis-Wirkungs-Beziehung besteht", erklärt Tettenborn. Das heißt: Je mehr regelmäßige Aktivität, desto größer ist die Schutzwirkung. So fand die "National Runner's Health Study" in den USA, dass jeder täglich gelaufene Kilometer bei Männern das Hirninfarkt-Risiko für Männer und Frauen um elf Prozent senkte. Diejenigen, die acht oder mehr Kilometer pro Tag gelaufen waren, hatten sogar ein im Mittel 60 Prozent geringeres Risiko als die "Kurzstreckenläufer" mit weniger als zwei Kilometer täglich. Weit über 40000 Läufer/Innen hatten an dieser Studie teilgenommen und waren durchschnittlich fast acht Jahre lang unter ärztlicher Beobachtung gestanden.

Ähnliche Werte hatte auch eine Untersuchung ergeben, bei der die Herzkreislauferkrankungen von 60000 Fitnessstudio-Besuchern ausgewertet wurden. Ausdauersport schützt aber nicht nur vor dem Hirninfarkt, er hilft auch, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten. Ein möglicher Wirkmechanismus könnte sein, dass der Blutdruck sinkt, so Prof. Joachim Röther, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfallgesellschaft und Chefarzt am Klinikum Minden. „Durch Sport kann man den Blutdruck um etwa 10 Einheiten senken - das ist ebenso viel wie mit Medikamenten", so Röther.

„Es gibt einen Zusammenhang zwischen hohen diastolischen Blutdruckwerten und einer verminderten Denkleistung", ergänzte Tettenborn und verwies auf eine weitere Studie, an 1800 älteren New Yorkern, wonach diejenigen, die regelmäßig Sport trieben, seltener an Alzheimer Demenz erkranken. Die gleiche Studie hatte zudem gezeigt, dass auch eine konsequente Mittelmeerdiät das Alzheimer-Risiko reduziert. Und bei denjenigen Senioren, die sich sowohl gesund ernährten als auch regelmäßig Sport trieben, wurde in dieser Untersuchung die größte Schutzwirkung beobachtet.

 
WANC 28.09.09/ Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Was sind typische Anzeichen für eine Depression?

Leiden depressive Männer anders?

Sind Depressionen heilbar?

Wie wirken Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)?

Verursacht das Absetzen von Antidepressiva Entzugssymptome?

 
Seite versenden  
Seite drucken