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Fast jeder zweite Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren greift mittlerweile zur Zigarette, etwa ein Drittel benutzt Cannabis (Foto: DAK/Wigger)
Immer mehr Schüler kiffen

Das Alter der Cannabis-Konsumenten sinkt. Und außerdem breitet sich der Gebrauch weiter aus, obwohl er durchaus Gesundheitsrisiken birgt. Doch auch der Griff zur Zigarette und zum Alkohol nimmt unter Jugendlichen zu. Die Diskussion bleibt, den Cannabis-Konsum zu entkriminalisieren und die Prävention breit anzulegen.

Das als "weiche Droge" bezeichnete Rauschgiftmittel Cannabis findet in Deutschland eine immer größere Verbreitung. Zwar gibt es dazu unterschiedliches Datenmaterial, stellte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) fest. Aber im Jahr 2001 hat mehr als Viertel der Bevölkerung unter 25 Jahre mindestens einmal Cannabis konsumiert. 1993 lag dieser Wert noch bei 16 Prozent.

Für aussagekräftiger hält die DHS jedoch die 12-Monats-Prävalenz, die zwischen 1993 und 2001 nur um zwei Prozent auf 13 Prozent gestiegen sei. Besonders hoch ist Cannabiskonsum bei Schülern der neunten und zehnten Schulstufe. Die Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen (ESPAD) 2004 weist dafür einen Anteil von knapp 31 Prozent aus. Immerhin neun Prozent der befragten Schüler gaben an, mehr als 20-mal zu Cannabis zu gegriffen zu haben.

Das durchschnittliche Alter beim Erstkonsum von Cannabis sei zwischen 1993 und 2001 von 17,5 auf 16,5 Jahre gefallen, berichtet die DHS in ihrem jüngst erschienenen und in Berlin präsentierten Sammelband "Cannabis - Neue Beiträge zu einer alten Diskussion".

Um den Cannabiskonsum nicht über zu bewerten, hält dem der Verein die Fakten des Alkohol- und Tabakmissbrauches von Jugendlichen entgegen. Die ESPAD-Studie habe ergeben, dass der Cannabiskonsum für die weit überwiegende Mehrzahl aller Konsumenten ein vorübergehendes, an Jugend und jüngeres Erwachsenenalter gebundenes Phänomen sei. Als Einstiegsdroge zum Cannabis-Konsum gelten Zigaretten, die von 88 Prozent aller Cannabis-Konsumenten geraucht werden.

Die Zahlen sind alarmierend meint DHS, die ein konsequentes Vorgehen gegen die Zunahme des Missbrauches bei Jugendlichen fordert. Im Jahr 2003 haben sich insgesamt 10.124 meist junge Menschen mit der Hauptdiagnose Cannabis in Betreuung von rund 700 ambulanten Suchthilfeeinrichtungen begeben. Wichtig sei dabei eine individuelle Therapie. "13-jährige Kiffer brauchen andere Hilfen als 20-jährige Cracker oder 30-jährige Fixer", erklärte DHS-Geschäftsführer Rolf Hüllinghorst. Er fordert für die Prävention, Therapieforschung und Therapie eine "ernsthafte, nationale Anstrengung" seitens der Politik.

Mit dem Cannabis-Report will der in Hamm ansässige Verein u.a. "ideologiefreie Diskussionen" über den internationalen Zuwachs des Konsums bewirken. Der Cannabis-Konsum bringe sehr wohl Gesundheitsrisiken mit sich. Außerdem hätten weder ein weitgehend freigegebener Konsum noch strengere Verbote Einfluss auf die Verbreitung des Rauschgifts. "Ideologische Debatten" würden die Kernaspekte Prävention und Therapie in den Schatten stellen.

Eine dieser Debatten wird kontrovers geführt. So fragen sie viele, wieso der Konsum von Cannanbis, das ein geringeres Suchtpotenzial aufweist, verfolgt wird, während das Rauchen von Zigaretten, Tabak verfügt über ein weitaus größeres Suchtpotenzial, legalisiert bleibt. So fordert denn auch Hüllinghorst die Entkriminalisierung des Cannabis-Gebrauchs und die Prävention auf breiter Basis, also gleichermaßen gegen Cannabis, Alkohol und Nikotin.

WANC 30.07.04/pte

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