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Bulimie: Das Gehirn spielt verrückt

Bulimie hat seinen Ursprung anscheinend im Gehirn. Eine Studie besagt, dass zwischen der Konzentration des Nervenbotenstoffs Dopamin im Hirn und der Anfälligkeit für Bulimie ein Zusammenhang besteht. Unter einem Mangel von Dopamin scheinen die Ess-Brech-Attacken häufiger aufzutreten oder für die Patienten weniger kontrollierbar zu sein.

Bulimie ist eine schwere psychische Störung, die Betroffene zwischen Heisshungerattacken sowie ausufernden Essanfällen und dem Gegensteuern durch Erbrechen oder Abführmittel hin und her schwanken lässt. Die Störung trifft bei Frauen und Männern auf, die häufig von der Angst vor einer Gewichtszunahme getrieben sind.

Bisher werden Patienten vor allem mit Anti-Depressiva behandelt. Diese wirken auf Serotonin, eine andere Substanz die den Austausch zwischen den Nervenzellen kontrolliert. Weil aber sich aber in Studien gezeigt hat, dass es unter Dopamin-Mangel schneller zu einem Rückfall kam, betonen die Forscher, dass man den gesamten Botenstoffhaushalt im Auge haben müsse. Deshalb müssten auch Medikamente getestet werden, die die Konzentration von Dopamin im Gehirn stabilisieren.

30.09.2011/ Quelle: Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie Bern
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