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Frau bei Gartenarbeit
Wer häufig, zum Beispiel bei der Gartenarbeit, Pestiziden ausgesetzt ist, soll ein erhöhtes Parkinson-Risiko aufweisen
Parkinson: Pestizide erhöhen das Erkrankungsrisiko

Der Kontakt mit Pestiziden kann das Risiko einer Parkinson-Erkrankung deutlich erhöhen. Ein Team amerikanischer Wissenschaftler hat nachgewiesen, dass die Giftstoffe zu einem 1,6-mal höheren Erkrankungsrisiko führen.

Das Entstehen von Parkinson wird auch durch genetische Faktoren beeinflusst. Bisher wurden einige genetische Defekte identifiziert, die dafür verantwortlich sein sollen. Es wird jedoch angenommen, dass sie selten auftreten und nur für einen geringen Teil der Erkrankungen verantwortlich sind.

Die Forscher der Duke University, der Miami University, und des Udall Parkinson's Disease Research Center of Excellence werteten die Daten von insgesamt 600 Personen aus. Sie befragten 319 Patienten zu ihrem Einsatz von Pestiziden. Ihre Antworten wurden mit denen von über 200 gesunden Familienmitgliedern und anderen ebenfalls gesunden Teilnehmern verglichen. Verwandte wurden ausgesucht, da sie auch vielen ähnlichen umweltbedingten und genetischen Faktoren ausgesetzt gewesen waren.

Ein starker Einsatz von Pestiziden sowie mehr als 200 Tage Kontakt im Laufe eines Lebens führten zu einer Verdoppelung des Risikos. Herbizide und Insektizide erhöhten das Risiko am ehesten.

Die leitende Wissenschaftlerin Dana Hancock erklärte, es gebe sehr starke Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Pestiziden und Parkinson. „Wir müssen herausfinden, wie der biologische Prozess genau abläuft. Uns ist aufgefallen, dass der private Einsatz von Pestiziden eher zu einem Kontakt führte als das berufliche Umfeld."

Kieran Breen, Leiter der Forschungsabteilung der Parkinson's Disease Society, bestätigte, dass ein möglicher Zusammenhang bereits von früheren Studien hergestellt worden sei. Die aktuelle Studie verstärke jedoch die Vermutung, dass Pestizide eine entscheidende Rolle spielten.

„Wir wissen aber noch immer nicht genau, was Parkinson verursacht. Wahrscheinlich ist es eine Kombination von genetischer Prädisposition und umweltbedingten Faktoren." Breen verwies in diesem Zusammenhang auf eine eigene Umfrage mit rund 10 000 Patienten, die ergeben hatte, dass nur einer von zehn Teilnehmern langfristig Pestiziden ausgesetzt war.

WANC 31.03.08/pte

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