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Workaholics werden schneller alkoholabhängig

Die Dauer der wöchentlichen Arbeit und die Gefahr von Akoholmissbrauch hängen laut neuseeländischen Wissenschaftlern zusammen: Lange Arbeitszeiten können die Alkoholabhängigkeit fördern. Menschen, die 50 Stunden und mehr in der Woche arbeiten, haben ein um etwas dreifach erhöhtes Risiko für Alkoholprobleme.

Dr. Sheree Gibb von der Universität Otogo, Neuseeland, hat sie beobachtet: 1.000 Frauen und Männer aus Christchurch, die alle 1977 geboren worden waren. Bis zu ihrem 30. Lebensjahr hat er sie begleitet, um herauszufinden, ob die Dauer der Arbeit einen Einfluss auf die Trinkgewohnheiten hat.

Inzwischen hat er eine Antwort erhalten. Ja, es gibt einen starken Zusammenhang zwischen langen Arbeitszeiten und Alkoholproblemen. Die Menschen, die 50 Stunden und mehr pro Woche arbeiteten, hatten ein um 1,8- bis 3,3fach höhres Risiko für Alkoholmissbrauch, als die, die nicht arbeiteten. Und gegenüber denjenigen, die zwischen 30 und 49 Stunden pro Woche tätig waren, lag die Gefahr für Alkoholabhängigkeit um 1,2- bis 1,5mal höher.

Der Zusammenhang zwischen Arbeitssucht und Alkoholsucht betrifft laut Gibb im übrigen Frauen und Männer gleichermaßen. Er begründet ihn damit, dass Alkohol getrunken werde, um den Arbeitsstress abzubauen. Außerdem könnte in einer Kultur langer Arbeitszeiten eine Atmosphäre entstehen, die zum Trinken in kollegialer Geselligkeit anrege. 



Berliner Ärzteblatt 12.08.2011/ Quelle: University of Otago, Christchurch
 
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