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Alkoholiker entwickeln häufig depressive Symptome (Foto: Gerd Altmann / pixelio.de)
Alkoholiker entwickeln häufig depressive Symptome (Foto: Gerd Altmann / pixelio.de)
Alkohol kann zu Depressionen führen

Wer viel Alkohol trinkt, gerät nicht nur in Gefahr, alkoholsüchtig zu werden. Oft paaren sich zu den Alkoholproblemen auch psychische. Doch kann nicht nur überhöhter Alkoholkonsum depressive Symptome hervor rufen. Nicht selten versuchen Depressive ihren Berückungen durch Alkohol Herr zu werden und rutschen so in die Alkoholabhängigkeit.

Wie sehr Alkohol und Depressionen zusammenhängen, hat jetzt eine Studie in San Diego ermittelt. Über 30 Jahre wurden 397 Männer und 449 zu den Familien dieser Männer gehörende Kinder beobachtet. Von den fast 400 Männern entwickelten 61 depressive Symptome. Diejenigen, die unter einer Alkoholabhängigkeit litten, hatten ein erhöhtes Risiko, auch Depressionen zu bekommen. 31,1% der schweren Depressionen waren allein aufgrund des extensiven Alkoholkonsums entstanden. Es gibt andere Zahlen, die zeigen, dass fast 30% der Menschen, die wegen Alkoholmissbrauchs in psychiatrisch behandelt werden, ebenso unter depressiven Symptomen leiden.

Erstaunlich und ein wenig erschreckend sind die Zahlen, die bei den Kindern erhoben wurden. Bei Ende der Studie waren 41% von denen, deren Väter alkoholabhängig waren, ebenfalls alkoholsüchtig geworden. Und 20% litten unter Depressionen.

Für die Behandlung hat die Verbindung von Alkoholsucht und depressiven Symptomen große Auswirkungen. Denn die meisten benötigen keine Medikamente gegen Depressionen. Bei ihnen muss die Alkoholabhängigkeit therapiert  werden. Die Erfahrung von Ärzten besagt, dass mit der Abstinenz über eine längere Periode auch die depressiven Symptome verschwinden.

Berliner Ärzteblatt 14.02.2013/ Quelle: J. Stud. Alcohol Drugs 2013

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