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Alzheimer entwickelt sich über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren

Alzheimer bedeutet den Verlust des Gedächtnisses. Studien belegen, dass dieser Prozess über einen Zeitraum von 20 Jahren abläuft. Diese Studien sagen aber auch, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, den Ausbruch der Krankheit hinauszögern. Eine ist, die geistige Fitness zu trainieren. Dabei helfen beispielsweise das Lesen einer Zeitung, Gespräche und Denkspiele.

Morbus Alzheimer entsteht, weil sich Eiweiß - sogenannte Beta-Amyloide - Ablagerungen im Gehirn ablagern. Diese zerstören nach und nach Nerven- und Gehirnzellen und damit das Gedächtnis. Australische Nuklearmediziner haben eine Gruppe von 200 älteren Menschen im Abstand von 18 Monaten über vier Jahre hinweg mehrfach untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass die Ablagerung von Eiweißen bereits zwanzig Jahre vor Ausbruch der Krankheit einsetzen.

Diesen langen Zeitraum kann man auch nutzen, um den Ausbruch der Erkrankung weiter  hinauszuzögern. Was dabei hilft, hat eine Studie von geistig gesunden Senioren mit Eiweißablagerungen im Gehirn gezeigt, altere Menschen also, die  sich in einem frühen Alzheimer-Stadium befanden. Mit einem speziellen radiologischen Verfahren - dem Radiotracer Fluorodeoxyglucose (FDG) - wiesen die Wissenschaftler nach, wie stark die Ablagerungen das Gehirn bereits geschädigt hatten.


Einige Senioren erlangten jedoch trotz deutlicher Ablagerungen noch normale Ergebnisse in den Demenztests und waren geistig voll auf der Höhe. Diesen Studienteilnehmern war gemein, dass alle über eine gute Ausbildung verfügten. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass Bildung einen günstigen Effekt auf die Demenzentwicklung hat. Neben Bildung erweitern  geistige Aktivitäten wie Schachspielen, Lesen oder sozialer Austausch die geistigen Reserven im Gehirn. Und das könne offensichtlich den Beginn der alzheimertypischen Hirnleistungsstörung hinauszögern. Diese kognitive Reserven könnten helfen, Abbauvorgängen im Gehirn entgegenzuwirken, indem sie Ausfälle kompensieren. Das bedeutet nichts anderes, als dass Hirnregionen durch andere ersetzt werden, um die täglichen Denkaufgaben zu erledigen. Deshalb der Ratschlag, sich früh und bis ins hohe Alter geistig fit zu halten. 


Berliner Ärzteblatt 19.09.2013/ Quelle: Neurology 2013
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