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Häufige Anfälle von Wut, Schuld, Neid, Angst oder Depression lassen das Risiko für eine Demenz steigen (Foto: Tanja/ pixelio.de)
Häufige Anfälle von Wut, Schuld, Neid, Angst oder Depression lassen das Risiko für eine Demenz steigen (Foto: Tanja/ pixelio.de)
Neurosen leisten Alzheimer Vorschub

Nervöse Menschen sind weit mehr gefährdet, in ihrem späteren Leben eine Alzheimer Demenz zu erleiden. Eine dänische Studie hat heraus gefunden, dass "emotional labile, gestresste und launische Frauen" - so die Beschreibung der Studie - häufiger an Alzheimer erkranken als weniger neurotische Frauen.

In der 38 Jahre dauernden Studie - Erstuntersuchung 1968 - wurden 800 Frauen im Alter zwischen 38 und 54 Jahren in regelmäßigen Abständen mittels Persönlichkeitstests beobachtet. In diesem Zeitraum entwickelten 153 Frauen eine Demenz, davon waren 104 vom Typ Alzheimer. Bei der Auswertung der Daten ergab sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem was der Volksmund Neurosen nennt, was Mediziner aber mittlerweile als ein Gruppe von psychischen Störungen bezeichnen, die sich durch übertriebene Ängste äußern. Dazu zählen u.a. Angst- und Zwangsstörungen, Hysterie sowie Hypochondrie - oder anders ausgedrückt: eine ausgeprägte Neigung zu Verzweiflung, übermäßiger Sorge, Eifersucht und Launenhaftigkeit und Anfälle von Wut, Schuld, Neid, Angst oder Depression.

Bei allen untersuchten Frauen erkrankte ein Anteil von 19% an einer Demenz bzw. Alzheimer Demenz. Besonders neurotische Frauen - diejenigen, die in den Persönlichkeitstests die höchsten Werte für Neurotizismus erreichten und die zudem in mittleren Jahren über längere Phasen unter Stress gelitten hatten, hatten im Vergleich zu denjenigen Frauen, die die niedrigsten  Neurotizismuswerte aufwiesen, ein doppelt so hohes Risiko für eine Demenz. Bei Frauen, die sowohl nervös und angespannt als auch introvertiert waren, traf es jede vierte. Frauen, die sich nicht leicht aus der Ruhe bringen ließen aber eher extro- also introvertiert waren, erkrankten nur zu 13 Prozent an Alzheimer.

Berliner Ärzteblatt 10.10.2014/ Quelle: Neurology

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