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Verklumpte ß-Amyloid-Peptide (Oligomere) bringen die geordnete Funktion des synaptischen Netzwerkes in unserem Gehirn durcheinander (Foto: K. Wagner / FLI, panthermedia, microsoft)
Verklumpte ß-Amyloid-Peptide (Oligomere) bringen die geordnete Funktion des synaptischen Netzwerkes in unserem Gehirn durcheinander (Foto: K. Wagner / FLI, panthermedia, microsoft)
Alzheimer: Gedächtnisleistung wieder verbessern

Bei Alzheimer ballen sich Amyloidfibrillen oder -plaques im Gehirn von Patienten zusammen. Diese Proteinklumpen sorgen für den  Verlust von Neuronen und das allmähliche Verlöschen aller Erinnerungen. In dem Zustand einer noch weniger starken Verklumpung, bringen die sogenannten ß-Amyloid-Oligomere die Funktionen des synaptischen Netzwerkes in unserem Gehirn durcheinander. Wissenschaftler glauben, die Strukturen dieser Oligomere gezielt beeinflussen und damit die Gedächtnisleistung verbessern zu können.

Das den Alzheimer-Plaques zugrunde liegende Eiweiß ist das sogenannte ß-Amyloid-Peptid, das als Bruchstück aus einem ganz normalen Zellprotein entsteht. Dieses ß-Amyloid kann faserförmige, fibrilläre Aggregate bilden, die Alzheimerfibrillen. Der Prozess verläuft über Zwischenstufen: Aus den Peptiden bilden sich zunächst lose zusammengelagerte Oligomere und sogenannte Protofibrillen. Bereits die Oligomere können Gehirnfunktionen stören, in dem sie die Prozesse an den Synapsen, den Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen, unterbrechen. Da die Signalübertragung an den Synapsen und ihre Flexibilität die Grundlage unseres Gedächtnisses darstellt, sind Störungen hier folgenschwer.

Anscheinen lässt sich diese Schadwirkung durch ein neuartiges Eiweiß-Molekül aufheben. Die Wirkung war erstaunlich: „Sobald man dieses Molekül an das N-terminale Ende der ß-Amyloid-Peptide in Oligomeren gebunden hatte, verbesserte sich die Gedächtnisleistung deutlich“, erklärt Marcus Fändrich, Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie, und die „Merkfähigkeit“ der Gehirnzellen im LTP-Test wurde messbar erhöht. Ein Therapeutikum haben die Forscher damit noch lange nicht gefunden, denn die als Inhibitoren verwendeten Eiweiß-Moleküle würden im Menschen wahrscheinlich sofort abgebaut werden. Dennoch weisen die Untersuchungen einen neuen Weg.

wanc 01.03.2012/ Quelle:  Angewandte Chemie, DOI 10.1002/ange.201105638
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