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Schon bald Impfung gegen Alzheimer?

Forscher des Brain and Mind Research Institute (BMRI) der University of Sydney in Australien haben einen Impfstoff entwickelt, der den Krankheitsverlauf von Alzheimer und weiteren Arten von Demenz anscheinend verlangsamen kann. Der Impfstoff zielt auf das so genannte Tau-Protein ab und verhindert die permanente Bildung von Neurofibrillenbündel im Gerhirn von an Alzheimer Erkrankten.

„Zum ersten Mal zeigt eine Studie, dass ein Impfstoff, der auf das Tau-Protein abzielt, auch dann wirken kann, wenn der Patient bereits erkrankt ist", sagt Professor Lars Ittner vom Alzheimer´s and Parkinson´s Disease Laboratory der Universität Sydney. „Der Impfstoff scheint eine präventive Wirkung zu haben. Er verlangsamt die Entwicklung weiterer Neurofibrillenbündel und zielt nicht so sehr auf die Beseitigung bereits bestehender Bündel ab. Wir wissen jedoch noch nichts genaueres über diesen Mechanismus.“

Die Schlüsselrolle der Tau-Proteine
Seit vielen Jahren arbeiten Wissenschaftler an Impfstoffen, die auf amyloide Plaques abzielen. Diese Proteine gelten als Schlüsselfaktoren für die Entstehung von Alzheimer. Nur wenige Impfstoffe werden derzeit jedoch in klinischen Studien getestet, schränkt Ittner ein. Die meisten Impfstoffe, die auf Tau-Proteine abzielen, wurden bei Tieren kurz vor dem Ausbruch der Krankheit getestet. Tatsächlich wird Alzheimer bei den meisten Menschen jedoch erst dann diagnostiziert, wenn die typischen Symptome aufgetreten sind. Auch der neue Impfstoff, der gerade auch bei bereits betroffenen Patienten wirken soll, wurde bisher nur bei Mäusen getestet.

Bei Alzheimer schwindet die geistige Leistungsfähigkeit
Alzheimer ist eine neurodegenerative Erkrankung, von der weltweit mehr als 35 Millionen Menschen betroffen sind. Ablagerungen des Amyloid-beta- und des Tau-Proteins im Gehirn sind das charakteristische Merkmal von Morbus Alzheimer. Vor allem der Hippocampus ist davon betroffen, eine für Lernen und Gedächtnis zentrale Region.  Das Tau-Protein spielt auch bei der frontotemporalen Demenz eine Rolle, bei der er sich um die zweihäufigste Demenzart bei Patienten jünger als 65 handelt.

Bereits Anfang des Jahres 2011 hatten Forscher der Max-Planck-Gesellschaft gemeldet, dass die giftige Wirkung des Tau-Proteins wieder weitgehend verschwinde, wenn das entsprechende Tau-Gen abgeschaltet werde. Bei vormals „dementen“ Mäusen mit einem menschlichen Tau-Gen kehrte die Lernfähigkeit und Erinnerung zurück und die Synapsen  bildeten sich teilweise neu, sobald das Gen inaktiv ist. Die Wissenschaftler testen nun Wirkstoffe gegen die Tau-Ablagerungen an Mäusen. Sie hoffen damit den Gedächtnisverlust bei Alzheimer im frühen Stadium zumindest teilweise wieder rückgängig zu machen.

wanc 20.12.2011/ Quelle: PLoS ONE
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