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Warum Blutarmut für Demenz verantwortlich sein kann

Anämie - das bezeichnet den Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) - scheint das Risiko einer Demenz zu erhöhen. Den Grund dafür sehen Ärzte in der mangelhaften Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Und das kann insbesondere bei älteren Menschen zu einem Absterben von Hirnzellen führen.

An der Universität von Kalifornien wurden 2.552 Menschen im Durchschnittsalter von 76,1 Jahren beobachtet, die noch keine Zeichen einer dementiellen Erkrankung aufwiesen. Zum Beginn der Untersuchung litten 392 (15,4%) von ihnen unter einer Anämie. Innerhalb des Beobachtungszeitraumes von elf Jahren entwickelten insgesamt 455 (17,8%) dieser Menschen eine Demenz.

Diejenigen, die bereits bei Start der Studie unter Anämie litten, hatten im Vergleich zu denen, die keine Blutarmut hatten, ein um 41% erhöhtes Risiko, auch an einer Demenz zu erkranken. Von den Senioren mit Anämie bekamen 23% eine Demenz, bei denen ohne Blutarmut waren es 17%.

Warum Blutarmut das Entstehen einer Demenz fördert, erklären Ärzte damit, dass Anämie ein grundsätzliches Zeichen schlechterer Gesundheit sein könnte. Anämie sei außerdem für eine schlechtere Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff verantwortlich. Wenn aber weniger Sauerstoff das Gehirn erreiche, dann könne das nicht nur die geistige Leistungsfähigkeit - damit ist das Erinnerungs- und das Denkvermögen gemeint - vermindern, sondern sogar Gehirnzellen schädigen.

Berliner Ärzteblatt 02.08.2013/ Quelle: Neurology
Anämie: Übliche Behandlung nutzt nichts

 
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