Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Arbeitsstress kann einen depressiv machen

Immer mehr Beruftstätige werden wegen psychischer Erkrankungen krank geschrieben. Ursache dafür ist arbeitsbedingter Stress. Bisher glaubte man, dass die Faktoren dafür die tatsächliche Arbeitsbelastung und der eigene Entscheidungsspielraum sind. Eine Studie weist nun nach, dass allein die Arbeitsintensität für die Entstehung von Depressionen verantwortlich ist.
 
Psychische Störungen, besonders Depressionen, führen immer häufiger zu Arbeitsunfähigkeit. Jeder Dritte erklärt seinen vorzeitigen Ausstieg aus dem Beruf mit hartnäckigen Depressionen oder anderen seelischen Störungen. Eine Studie der Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat untersucht, ob und in wie weit Arbeitsbedingungen die Erkrankung mit einer Depressionen befördern. Dabei wurden die Arbeitsintensität und der Tätigkeitsspielraum der Angestellten richtiggehend gemessen, anstatt nach der Einschätzung der Betroffenen zu fragen.

In der Untersuchung zeigte sich, dass nur die objektiv bewertete Arbeitsintensität als Auslöser einer Depressionen in Frage kam. Mit anderen Worten: Wer ständig vom Umfang und der Dauer seiner Arbeit gestresst wird, der erlitt häufiger eine Depression oder eine depressive Verstimmung. Das genaue Gegenteil bewahrheitete sich beim Tätigkeitsspielraum: Ein Zusammenhang nach dem Prinzip „Je geringer der Handlungsspielraum, desto höher die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken“ bestand nicht.

Auch andere Studien bringen Arbeitsbedingungen und Depressionen durchaus in einen Kontext. Die BAuA sieht die Aussagekraft solcher Untersuchungen allerdings als geringer ein, weil hier Betroffene ihre eigene Situation beurteilen. Das öffene Fehleinschätzungen der Arbeitssituation Tür und Tor.


Berliner Ärzteblatt  16.07.10/ Quelle: „Untersuchung arbeitsbedingter Ursachen für das Auftreten von depressiven Störungen“ (F 1865) von R. Rau, N. Gebele, K. Morling und U. Rösler, ISBN: 978-3-88261-114-4
Was sind typische Anzeichen für eine Depression?

Leiden depressive Männer anders?

Sind Depressionen heilbar?

Wie wirken Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)?

Verursacht das Absetzen von Antidepressiva Entzugssymptome?

 
Seite versenden  
Seite drucken