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Benzodiazepine erhöhen Risiko für Demenz

Benzodiazepine sind Schlaf- oder Beruhigungsmittel. Die verschreibungspflichtigen Medikamente sind nicht unumstritten, weil sie ein hohes Abhängigkeitspotenzial haben. Nun belegt eine Studie, dass Patienten, die im Alter von 65 Jahren derartige Arzneimittel einzunehmen beginnen, in der Folge ein erhebliches Risiko tragen, an eine Demenz zu erkranken.

Französische Wissenschaftler haben 1063 Frauen und Männer mit einem Durchschnittsalter von 78 Jahren über einen Zeitraum von 20 Jahren untersucht. Bei Beginn der Studie hatte keiner von ihnen eine Demenz. Während der Studie begannen 95 mit der Einnahme von Benzodiazepinen. Insgesamt erkrankten 253 Personen an einer Demenz, davon waren 30 Verwender dieser Schlafmittel.

Es stellte sich heraus, dass die Einnahme von Benzodiazepinen die Anzahl der Lebensjahre ohne Demenz verkürzte. Im Vergleich zu Senioren, die niemals ein Schlafmittel genommen hatten, stieg das Risiko derjenigen, die mit 65 oder später Benzodiazepine schluckten, um 50%, in den folgenden Jahren eine Demenz zu entwickeln.

Dass Benzodiazepine insbesondere bei hohen Einnahmenmengen ein hohes Suchtpotenzial haben, davor warnt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Doch das sind nicht die einzigen unangenehmen Nebenwirkungen. Die Mittel können zu Gedächtnisstörungen und zur Einschränkung der geistigen und intellektuellen Leistungsfähigkeit führen.

Berliner Ärzteblatt 27.09.2012/ Quelle: BMJ 2012; doi: 10.1136/bmj.e6231xx

Weitere Informationen:
Schlafmittel: Der Weg zur Sucht
Schlafmittel: Vorsicht vor Abhängigkeit
Medikamentenabhängig: Die stille Sucht
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