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Biomarker können auf das Risiko psychischer Erkrankungen hindeuten

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten entzündlicher Reaktionen und psychischer Erkrankungen, wie Depressionen und Schizophrenie. Studien haben nun untersucht, ob Anzeichen für eine Entzündung - im Blut lässt sich das anhand von bestimmten sogenannten Biomarkern - die Diagnostik und Therapie verbessern können.

Es gibt Werte im Blut, anhand deren man Erkrankungsrisiken bestimmen - oder sogar vorher sagen - kann. Um z.B. das Herzinfarktrisiko heraus zu finden, kann einen spezifischen Biomarker für Gefäßentzündungen bestimmen: Lipoprotein-assoziierte Phospholipase 2 (Lp-PLA2). Ein hoher Wert ist ein Hinweis auf Entzündungsprozesse in den Gefäßen und damit einhergehende instabile atherosklerotische Plaques, das sind Ablagerungen in den Blutbahnen, die sich lösen und die Blutzufuhr zum Herz unterbrechen können. Lp-PLA2 macht Ärzten die tatsächlich für das Infarktrisiko verantwortlichen vaskulären Veränderungen deutlich.

Nun hat man in Studien heraus gefunden, dass z.B. schwere Depressionen gelegentlich mit entzündlichen Reaktionen einher gehen. Das Vorkommen des Entzündungsmarkers CRP (C-reaktives Protein) kann genutzt werden, um die Therapie durch den Einsatz des richtigen Medikamentes zu verbessern. Niedrige CRP-Ausgangswerte (< 1mg/L) bedeuteten eine besseres Ansprechen auf Escitalopram (Cipralex). Bei Patienten mit hohen CRP-Ausgangswerten (> 3mg/L) wirkte dagegen Nortriptylin (Nortrilen) besser.

In einer kürzlich durchgeführten Untersuchung hat man die Biomarker für Entzündungen ermittelt: CRP, Interleukin-1 Rezeptor-Antagonist (IL-1RA) und lösliches Interleukin-6 (sIL6R). Und dann die Auswirkungen auf das Risiko einer Schizophrenie bestimmt. Es stellte sich heraus, dass erhöhte CRP-Werte das Schizophrenierisiko um etwa 10% senkte (zwischen 3% und  16%). Dagegen steigerten erhöhte sIL6R-Werte die Erkrankungsgefahr um etwa 6% (zwischen 1% und 12%).

6.11.2017 cs/ Quelle: JAMAPsychiatry

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