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Wissenschaftler bezweifeln stark, dass Burnout-Betroffene heute angemessen behandelt werden (Foto: LifeB Consulting)
Wissenschaftler bezweifeln stark, dass Burnout-Betroffene heute angemessen behandelt werden (Foto: LifeB Consulting)
Burnout-Syndrom wird nicht angemessen behandelt

Wissenschaftler haben die Wirksamkeit von Therapien des Burnout-Syndroms untersucht. Von den angewendeten Therapien kann aber nur die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ihre Wirksamkeit zumindest in dem meisten Fällen  beweisen. Weil für andere Therapien wie Musiktherapie, Physiotherapie oder Stressmanagement diese Nachweise fehlen, stellen die Wissenschaftler in Frage, ob die von Burnout Betroffenen gegenwärtig angemessen behandelt werden.

Kritikpunkte findet die Untersuchung einige. So liege bisher immer noch keine eindeutige Beschreibung des Krankheitsbildes vor und es mangele an Forschung zu dem Krankheitsbild. Das mache Diagnose und Therapie schwer. Für die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), die Patienten unter anderem zu einer positiveren Einstellung bewegen soll, konnten die Wissenschaftler Wirksamkeitsbelege finden. Sie reduziert in der Mehrheit der Studien den Grad der emotionalen Erschöpfung, das Leitsymptom des Burnout-Syndroms. Analysen zum Stressimpfungstraining führen zu gegensätzlichen Ergebnissen, sodass keine einheitliche Wirkungsweise festgestellt werden kann.

Bei der medikamentösen Therapie stellt der Bericht den überdurchschnittlich häufigen Gebrauch von Antidepressiva fest. Den Einsatz von Antidepressiva und Beruhigungsmitteln in diesem Umfang bewerten die Wissenschaftler aber kritisch. Eine medikamentöse Behandlung des Burnouts mit Antidepressiva könne angebracht sein, wenn Burnout im Zusammenhang mit einer Depression oder Angststörung auftrete. Für pflanzliche Substanzen wurde ein Wirksamkeitsnachweis nur für Rosenwurz gefunden. Rosenwurz soll sich günstig auf die Aufmerksamkeit, die Lebensqualität sowie auf Erschöpfungs- und Depressionssymptome auswirken.

Die weiteren alternativen Behandlungen beurteilt der Bericht mangels nachweisbaren Ergebnissen eher negativ. So liegen für die den musiktherapeutischen Ansatz ganz unterschiedliche Studienergebnisse vor, so dass die Wirkung nicht beurteilt werden könne. Für die Qigong-Therapie gebe es keinen eindeutigen Wirkungsnachweis, für die progressive Muskelentspannung fehlten Studien zum Wirksamkeitsnachweis völlig.

Erfolge bei der Burnout-Reduktion bescheinigt der Bericht dagegen Veränderungen am Arbeitsplatz wie verminderte Arbeitsbelastung, vergrößerte Entscheidungsspielräume oder verbessertes Arbeitsklima. Kombiniert mit KVT führe dies nachweislich zu einer schnelleren Rückkehr in den Beruf.

wanc 02.07.2012/ Quelle: HTA-Bericht - Therapie des Burnout-Syndroms (Dr. Dieter Korczak, Dipl.-Psych. Monika Wastian, PD Dr. Michael Schneider)
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