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Aspirin kann bei Älteren den Verlust von Gehirnleistung verlangsamen

Wer täglich eine geringe Dosis Aspirin (Acetylsalicylsäure - ASS) schluckt, der kann den Verfall seiner intellektuellen Leistungsfähigkeit verlangsamen. Davon profitieren vor allem  ältere Menschen und insbesondere Frauen.

In der Studie wurden 681 Frauen im Alter zwischen 70 und 92 Jahren über einen Zeitraum von fünf Jahren beobachtet. 95,4% der Patientinnen litten unter einem erhöhten Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gefäßspasmus. 129 dieser Frauen erhielten täglich eine Dosis von 75 bis 150 mg ASS. Am Anfang und Ende der Studie wurde bei allen Frauen die geistige Leistungsfähigkeit getestet. Dabei stellt sich heraus, das zwar alle Frauen innerhalb der fünf Jahre Gehirnleistung verloren hatten. Doch bei denjenigen, die ASS eigenommen hatten, war der Verfall bedeutend geringer. Außerdem hatte sich die Geschwindigkeit, mit der die geistige Leistungsfähigkeit abnahm, verringert. Allerdings gab es keine Unterschiede beim Auftreten von Demenzen.

Für die Wissenschaftler bedeuten die Ergebnisse, dass ASS das Gehirn vor einem Abbau seiner Leistungsfähigkeit schützen kann - vor allem Frauen mit Herz-Kreislauf-Problemen. Vor allem aber betonen sie, dass bei den Studien keine der sonst oft berichteten Nebenwirkungen - wie Blutungen im Magen-Darm-Bereich oder Magengeschwüre - aufgetreten sind. Sie schränken aber ein, dass sie möglichen Effekte einer Langzeitbehandlung nicht abschätzen können. Vor allem warnen sie ältere Menschen davor, Aspirin auf eigene Faust einzunehmen, um eine Altersdemenz zu vermeiden.


Berliner Ärzteblatt 22.10.2012/ Quelle: BMJ Open 2012;2:e001288 doi:10.1136/bmjopen-2012-001288

Weitere Informationen:
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