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Yoga hilft in Verbindung mit Atemübungen gegen depressive Verstimmungen (Foto: PhotoDisc)
Yoga hilft in Verbindung mit Atemübungen gegen depressive Verstimmungen (Foto: PhotoDisc)
Gegen Depressionen: Yoga und kontrolliertes Atmen sollen helfen

Depression ist eine Krankheit, die „relativ gut behandelbar“ ist. Meint jedenfalls die Webseite therapie.de. Bei leichten Fällen sei eine Psychotherapie ausreichend, bei schwereren Fällen eine Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie. Ob das alles allerdings so einfach ist, mögen Betroffene bezweifeln. Denn gerade Antidepressiva werden von manchen nicht vertragen oder sorgen für unterschiedlichste Nebenwirkungen. Jetzt belegt eine Studie, dass Alternativmethoden - eine Kombination aus Yoga und Atemübungen - die Beschwerden von Depressionen  vermindern können. 

Die Therapie war folgendermaßen aufgebaut: Für eine Dauer von zwölf Wochen wurden Patienten mit einer Major-Depression - das sind schwere depressive Episoden mit Symptomen wie depressive Verstimmung, Antriebslosigkeit, Unruhe, Schlaflosigkeit, usw. für mindestens zwei Wochen - entweder dreimal (Intensivgruppe) oder zweimal (niedrig dosierte Gruppe) wöchentlich mit einer Kombination aus Yoga- und Atemübungen behandelt. 

Eine Übungseinheit mit Unterweisung dauerte 90 Minuten. Die ersten 60 Minuten wurde Yoga durchgeführt. Und zwar eine besondere Richtung - das Iyengar-Yoga. Dabei dürfen Hilfsmittel wie Gurte, Stühle oder Böcke eingesetzt werden. Und die Übungen werden der nervlichen und körperlichen Verfassung der Teilnehmer angepasst. Danach folgte eine 10-minütige Entspannung mit ruhigem Atmen und anschließend 20 Minuten sogenannte kohärente Atmenübungen. Bei kohärentem Atmen soll u.a. über Frequenz und Tiefe des Atmens das entgleiste Nervensystem zurück reguliert werden. Die Intensivgruppe hatte zusätzlich vier und die niedrig dosierte Gruppe drei „Hausarbeiten“ zu erfüllen - also jeweils 30-minütige Übungseinheiten zuhause.

Jeder der 36 Testpersonen im Alter von 18 bis 64 Jahren verbesserte durch die Kombination von Yoga und Atemübungen seine Depressionserkrankung. In der Intensivgruppe wurde vor der Behandlung einr Depressionsscore von im Durchschnitt 24,6 ermittelt. Und zwar mit dem Beck-Depressions-Inventar (BDI), einem Testverfahren, dass die Schwere einer Depression in einem Punktesystem erfasst: 0-8: Keine Depression, 9-13: Minimale Depression, 14-19: Leichte Depression, 20-28: Mittelschwere Depression, 29-63: Schwere Depression. Nach den zwölf Wochen lag der BDI im Durchschnitt bei 6, der höchste bei 9,8. 

In der niedrig dosierten Gruppe wurde vor der Behandlung ein durchschnittlicher Depressionsscore von 27,7 ermittelt. Nach der Behandlung lag er bei im Durchschnitt 10,1, der höchste bei 18. Psychiater und Neurologen, die diese Untersuchung durchgeführt haben, stellten fest, dass die Methode grundsätzlich zu einer Verbesserung depressiver Symptome führe. Auch wenn die Intensiv-Methode zu einer verstärkten Verbesserung führe, sei die niedrig dosierte Anwendung ebenfalls effektiv, dafür aber wesentlich weniger belastend bzw. für die Patienten beschwerlich.  

cs 17.3.2017/ Quelle: Journal of Alternative and Complementary Medicine

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