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Immer Beschäftigte leiden unter Burnout - Frauen trifft es häufiger als Männer (Foto: AOK Mediendienst)
Immer Beschäftigte leiden unter Burnout - Frauen trifft es häufiger als Männer (Foto: AOK Mediendienst)
Schöne, neue Arbeitswelt: Der Fluch der ständigen Erreichbarkeit

Unsere Arbeitswelt hat sich dramatisch verändert. Dazu tragen vor allem die neuen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie bei. Doch was auf der einen Seite flexibler macht - beispielsweise Arbeitszeit und -ort - kann auch überfordern, weil die Grenzen zwischen Berufswelt und Privatsphäre zunehmend verschwinden. Der Fehlzeiten-Report zeigt die Folgen für unsere Gesundheit auf.

Wie hoch die Belastung vielfach ist, belegen die Zahlen. Demnach arbeiten 14% der 41 Mio. beschäftigten Deutschen regelmäßig an Sonn- und Feiertagen. Hinzu kommen weitere 14%, die im Schichtdienst und 20%, die in Rufbereitschaft beschäftigt sind. 32% kommen an Überstunden häufig oder sehr häufig nicht vorbei. 12% nehmen nach ihrer Arbeitszeit nicht Erledigtes mit nach Hause, 20% müssen an Samstagen ran und 59% sind ihrer Beschäftigung nachgegangen, obwohl sie krank waren. Dass von ihnen erwartet wird, ständig erreichbar zu sein, berichten etwa die Hälfte aller Befragten.

Was das für unsere Gesundheit bedeutet, beschreibt der Report so: "Deutlich mehr Personen als erwartet sind im größeren Umfang gesundheitlich betroffen." Auch das belegen die Zahlen. So hat sich die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund eines Burnout-Syndroms zwischen 2004 und 2011 von 8,1 Tagen um das elffache auf 94,4 Tagen erhöht. Im übrigen trifft es Frauen eher als Männer, bei ihnen ist Burnout etwa doppelt so oft Grund für die Krankschreibung. 23% der Arbeitsunfähigkeitstage werden von Muskel- und Skeletterkrankungen verursacht und rangieren damit an erster Stelle. Danach folgen Atemwegserkrankungen und Verletzungen mit jeweils 12%. In 10% der Fälle ist der Grund für Arbeitsunfähigkeit eine psychische Erkrankung.

Was dagegen zu tun ist, hört sich gut an, ist in vielen Unternehmen aber reinste Utopie. So sollen Arbeitsbelastungen besser verteilt und Erholungsphasen eingeplant werden. Ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement soll Arbeit gesundheitsfördernd gestalten. Mitarbeiter sollen an Entscheidungsprozessen verstärkt beteiligt werden und Vorgesetzte zur Achtsamkeit auf Gesundheitsrisiken und -resourcen flexibler Arbeit sensibilisiert werden.

Berliner Ärzteblatt 17.08.2012, Quelle: Fehlzeiten-Report 2012, Schwerpunktthema: Gesundheit in der flexiblen Arbeitswelt: Chancen nutzen, Risiken minimieren

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