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Koffein kurbelt nicht nur unser Gehirn an, es verbessert auch unsere Fähigkeiten, sich Dingen zu merken  (Foto: Stock photo)
Koffein kurbelt nicht nur unser Gehirn an, es verbessert auch unsere Fähigkeiten, sich Dingen zu merken (Foto: Stock photo)
Koffein hält das Gedächtnis in Schwung

Kaffee, heißer Tee oder Coke - das in diesen Getränken enthaltene Koffein soll uns flott machen. Besonders morgens, wenn wir nur langsam in die Gänge kommen oder im Laufe des Tages, wenn wir von den Mühen der Arbeit etwas erlahmt sind. Doch nun haben Wissenschaftler entdeckt, dass Koffein uns nicht nur wieder mach macht oder die Fähigkeit zur Konzentration steigert. Koffein verbessert auch unser Langzeitgedächtnis.

Unser Gehirn mag Koffein. Das jedenfalls glaubt Michael Yassa. Der Professor für psychologische und Neurowissenschaften weiß, dass Koffein die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns verstärken kann. Es macht es beweglicher, aufmerksamer und lässt es schneller arbeiten. Aber inzwischen hat er auch heraus gefunden, dass Koffein die Kraft unseres Gehirns verbessert, Dinge in seinen Erinnerungen zu speichern.

Yassa ließ 160 Studienteilnehmer, die normalerweise kein Koffein verzehrten, verschiedene Bilder anschauen. Eine Hälfte dieser Personen erhielt eine Tablette mit 200-mg-Koffein, die andere eine Tablette ohne jeglichen Wirkstoff. Nach 24 Stunden wurden den Teilnehmern erneut Bilder vorgelegt, dieses Mal aber nicht nur die von vorher, sondern auch ganz andere oder ziemlich ähnliche. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei Menschen, denen die Unterscheidung in "ähnlich" oder "gleich" gut gelingt, das Langzeitgedächtnis gut funktioniert.

Der Wissenschaftler konnte sich davon überzeugen, dass die Personen, die Koffein genossen hatten, die korrekte Unterscheidung besser gelang als denen, die kein Koffein bekommen hatten. Daraus lasse sich der Schluss ableiten, dass Koffein das Langzeitgedächtnis verbessere. Ob diese Erkenntnis zu Beobachtung passt, dass Koffein vor dem Verlust von Gehirnleistung bei Alzheimer schützen kann, ist noch nicht klar. Yassa will jetzt erst einmal die Mechanismen erforschen, wie Koffein und Gehirnaktivität zusammen hängen.


Berliner Ärzteblatt 20.01.2014/ Quelle: Nature Neuroscience

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