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Multiple Sklerose: Das Immunsystem hat seine Finger im Spiel

Neurologen aus 15 Ländern haben neue genetische Varianten identifiziert, die mit der Krankheit Multiple Sklerose (MS) zusammenhängen. Viele der Gene gehören zum Immunsystem. Damit wird die grundlegende Rolle des Immunsystems bei der Zerstörung der Nervenzellen bei der Entstehung der Krankheit erneut belegt.
 
Im Rahmen der Studie untersuchten die Wissenschaftler 9.772 Personen mit MS und von 17.376 gesunden Kontrollpersonen. Insgesamt fanden sie 23 bereits bekannte und 29 neue genetische Varianten von MS. Viele dieser Gene haben wichtige Funktionen im Immunsystems: So aktivieren sie bestimmte Immunzellen, die sogenannten T-Zellen, und Botenstoffe, die sogenannten Interleukine. Zur Erklärung: T-Zellen werden aktiv, wenn Krankheitserreger den Körper überfallen. Sie werden auch bei Autoimmunerkrankungen in Gang gesetzt, dann richten sie sich aber fälschlicherweise gegen den eigenen Körper und verursachen dabei erheblichen Schaden. Autoimmunerkrankungen sind beispielsweise Morbus Crohn oder Typ-1-Diabetes.

Unter den Genen, die nicht das Immunsystem betreffen, waren zwei die Vitamin-D-Stoffwechsel steuern. Das ist deshalb interessant, weil ein Mangel an Vitamin-D das Risiko für eine MS-Erkrankung erhöhen kann. Nach Ansicht der Wissenschaftler lässt dieser Zusammenhang auf eine Verbindung von genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren der MS schließen.
 
Darüber hinaus hatten frühere Studien einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und einem erhöhten MS-Risiko nahegelegt. Neben den zahlreichen identifizierten Genen, die eine direkte Rolle im Immunsystem spielen, konnten die Forscher auch zwei Gene ausmachen, die den Dies wäre eine mögliche Verbindung zwischen genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren der Multiplen Sklerose. Und dies wiederum könnte neue Ansätze für Behandlungsalternativen eröffnen.
 
Berliner Ärzteblatt 11.08.2011/ Quelle: Nature, Technische Universität München
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