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Die Abbildung zeigt rechts eine gesunde Kontrollperson und links einen Patienten mit rechtsbetonter Parkinsonkrankheit. Beim Parkinsonpatienten findet sich eine geringere Anreicherung des Signals links. (Foto: Medizinische Universität Innsbruck)
Die Abbildung zeigt rechts eine gesunde Kontrollperson und links einen Patienten mit rechtsbetonter Parkinsonkrankheit. Beim Parkinsonpatienten findet sich eine geringere Anreicherung des Signals links. (Foto: Medizinische Universität Innsbruck)
Parkinson: Früher erkennen, gezielter behandeln

Neue Möglichkeiten der Diagnose sollen Parkinson früher erkennen helfen. Obwohl die Krankheit bisher nicht heilbar ist, versprechen sich Ärzte davon, das Fortschreiten besser aufhalten oder verlangsamen zu können.

Parkinson - das ist eigentlich eine ganze Gruppe von langsam fortschreitenden, neurologischen Erkrankungen. Diese führen zu einem Absterben der Dopamin-produzierenden Nervenzellen in der Schwarzen Substanz - einer Struktur im Mittelhirn. Das Zellsterben hat den Mangel des wichtigen Botenstoffes Dopamin zur Folge. Weil die Signale nur noch unzureichend oder gar nicht mehr übertragen werden, entstehen die Symptome der Krankheit: Bewegungsarmut, Muskelsteifheit, Ruhe-Zittern sowie Gang- und Gleichgewichtsstörungen.

Die Ursache des Zellschwundes in der Schwarzen Substanz wurde - mit Ausnahme einer erblichen Variante - bislang nicht gefunden. Parkinson ist deshalb bis heute nur an den symptomen behandelbar: Beispielsweise durch die Gabe von Medikamenten (Levodopa), die zu einer Erhöhung des Dopamin-Angebots im Gehirn führen sowie auch durch neurochirurgische Eingriffe. ParkinsonpatientInnen zeigen bis zehn Jahre nach der Diagnose gute Therapieerfolge, doch im weiteren Verlauf kommt es zu vermehrten Gleichgewichtsstörungen und Stürzen, einem Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit und einer Zunahme nicht-motorischer Störungen.

Je früher die Krankheit diagnostiziert werden kann, desto gezielter ist eine Behandlung möglich. "Würde die Krankheit mithilfe diagnostischer Marker vor ihrem Ausbruch erkannt werden, kann der Verlauf verzögert und können Spätfolgen vermieden werden. Dieses Ziel ist derzeit Gegenstand intensiver Forschung“, sagt Porf. Dr. Werner Poewe, Direktor der Univ.-Klinik für Neurologie in Innsbruck.

Zahlreiche Studien belegen, dass viele Parkinson-PatientInnen schon vor dem Auftreten der ersten motorischen Symptome andere Dysfunktionen entwickeln. Im Frühstadium werden etwa die chronische Obstipation (Verstopfung), aber auch Stimmungsstörungen mit Depressivität oder Panikattacken beobachtet. Aber auch die Störung des Geruchssinns und die nächtliche REM-Schlafstörung können frühe Indikatoren für das Parkinson-Syndrom sein. „Mindestens 50 Prozent der PatientInnen zeigen bis zehn Jahre vor Beginn der Krankheit derartige Symptome“, weiß Poewe. Die „prämotorische“ Phase kann Monate bis Jahre ausfüllen und bildet somit ein wichtiges Zeitfenster für die Frühdiagnostik.

Und da stützen sich viele Ärzte auf die Bildgebung: In mehreren Studien wurden die Möglichkeiten bestätigt, mit Ultraschall die Entwicklung der Krankheit vorher zu sagen. In Zukunft sollen Risikomarker viel genauer und viel früher mögliche Betroffene erkennen.

wanc 10.4.2012/ Quelle: Medizinische Universität Innsbruck 
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