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Schichtarbeit, wie sie z.B. Krankenschwestern leisten, lässt das Gehirn schneller altern (Foto: JMG/ www.pixelio.de)
Schichtarbeit, wie sie z.B. Krankenschwestern leisten, lässt das Gehirn schneller altern (Foto: JMG/ www.pixelio.de)
Schichtarbeit vermindert Leistungsfähigkeit des Gehirns

Der gesundheitsschädliche Einfluss der Schichtarbeit wurde mehrfach untersucht. Inzwischen wurde bestätigt, dass Schichtarbeit die innere Uhr durcheinander bringt und Magengeschwüre, Herz-Kreislauf-Probleme, das metabolische Syndrom und einige Krebsarten befördert. Wissenschaftler der Universität haben nun heraus gefunden, dass sich Schichtarbeit auch unmittelbar auf das Gehirn und seine Leistungsfähigkeit auswirkt: Schichtarbeit lässt das Gehirn schneller altern.
 
Beobachtet wurden 3.232 Arbeiter - davon waren 1.484 Schichtarbeiter, die bei der ersten Untersuchung im Jahr 1996 das Alter von 32, 42, 52 oder 62 erreicht hatten. Diese wurden nach 5 und nach 10 Jahren noch einmal untersucht. Die Überprüfung der Gehirnleistung ergab, dass diejenigen, die in Schichten arbeiteten, im Vergleich zu denjenigen mit "normalen" Arbeitszeiten eine verminderte Erinnerungsleistung und Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie eine insgesamt reduzierte Leistungsfähigkeit des Gehirns aufwiesen.

Eine weitere Auswertung von Arbeitern in rotierenden Früh-, Mittags- und Nachtschichten, die diese Schichtarbeit aktuell leisteten oder mehr als 10 Jahre geleistet hatten, zeigte, dass die generelle Denk- und Merkfähigkeit des Gehirns im Vergleich zu Angestellten mit normalen Bürozeiten deutlich vermindert war. Die Auswirkungen waren vergleichbar mit einem 6,5 Jahre älteren Gehirn. Schichtarbeit ließ das Gehirn also schneller altern. Allerdings: Die Gehirne der Schichtarbeiter konnten diesen Alterungsprozeß nach Beendigung der Schichtarbeit wieder auffangen. Doch bis die Leistungsfähigkeit sich wieder erholte, dauerte es mindestens 5 Jahre.

Warum sich Schichtarbeit derart negativ auf das Gehirn auswirkt, ist im Grunde noch völlig unklar. Mediziner vermuten, dass unregelmäßige Arbeitszeiten den Schlaf stören. Weil im Schlaf aber das Gehirn erholt, fehlen ihm diese Zeiten. Die ausbleibende oder mangelhafte Regenerationsmöglichkeit lässt das Gehirn deshalb beschleunigt altern und seine Leistungsfähigkeit schrumpfen.

Berliner Ärzteblatt 7.11.2014/ Quelle: Occup Environ Med  2014

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