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Schlechter Schlaf lässt Gehirn schneller altern

Menschen, die unter Schlafproblemen leiden, haben viel eher mit dem Abbau ihrer geistigen Leistungsfähigkeit zu kämpfen. Schlafstörungen können dazu führen, dass sich im Gehirn zunehmend amlyoide Plaques bilden, das sind Eiweißansammlungen und -ablagerungen, die zu einer Störung und Verminderung der Gehirn- und Gedächtnisleistung führen und ein Hinweis auf Alzheimer sind.

Schon eine Reihe von Untersuchungen haben deutlich gemacht, wie wichtig regelmäßiger Schlaf für unsere Gesundheit und wie weitreichend die Folgen schlechten Schlafes insbesondere für unser Gehirn ist. So kann Schlafapnoe (Atemstillstände während des Schlafes in Zusammenhang mit Schnarchen) den Abbau geistiger Leistungsfähigkeit nach sich ziehen. Und Schlafstörungen führen zu einem Abbau der Gedächtnisleistung.

Jetzt hat Dr. Ruth Benca von Universität Wisconsin-Madison, USA, bei 98 gesunden Frauen und Männern im Alter zwischen 50 und 73 Jahren nachgeprüft, was schlechter Schlaf für die Entwicklung von Alzheimer bedeutet. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die unter Schlafstörungen litten und sich deshalb ständig unausgeschlafen fühlten, unter einer vermehrten Ansammlung von amlyoiden Plaques im Gehirn litten. Und zwar in den Regionen, die auch bei einer Alzheimer-Erkrankung besonders betroffen sind.

Die Wissenschaftlerin Benca macht aber auf eine wichtige Einschränkung der Erkenntnisse aufmerksam. Denn man wisse, dass eine Häufung dieser zerstörerischen Ablagerungen durchaus zu Schlafproblemen führen können. Deshalb müsse man nun noch genau erforschen, ob Schlafstörungen der Ursprung für die Bildung der Plaques sind, oder ob die Häufung der Plaques den Schlaf stören.

Berliner Ärzteblatt 11.12.2014/ Quelle: American College of Neuropsychopharmacology

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