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Schlafmangel wirkt sich auf Bereiche des Gehirns aus, die sich mit Angst, Agression und Panik befassen (Foto: DAK/Wigger)
Schlafmangel wirkt sich auf Bereiche des Gehirns aus, die sich mit Angst, Agression und Panik befassen (Foto: DAK/Wigger)
Schlafmangel kann zu Depressionen führen

Die Liste der Gefahren für die Gesundheit, die durch Schlafstörungen (Insomnie) entstehen, ist lang. Zu wenig Schlaf - also weniger als sechs Stunden pro Nacht - begünstigt Adipositas, Diabetes, Beeinträchtigung von geistigen Fähigkeiten und der Aufmerksamkeit, Stress, Stoffwechselstörungen sowie Gefäßkrankheiten. Weil Schlaflosigkeit sich auch auf die Regulierung von Emotionen auswirkt, sagen Psychiater, dass damit das Risiko für das Entstehen von Depressionen steigt.

Weil durch Schlafmangel Veränderungen im Gehirn vorgingen, gelte Schlaflosigkeit als Risiko für Depressionen, betont Prof. Dr. Peter Frantzen von der Psychiatrie der Universität von Pittsburgh. Bei dem Vergleich von 14 mit chronischer Schlaflosigkeit mit 30 guten Schläfern stellte sich heraus, dass in der Insomniegruppe die Aktivität der Amygdala deutlich erhöht war. Die Amygdala ist ein Kernbereich des Gehirns und wird auch als Mandelkern bezeichnet. Sie ist für die Bewertung und das Wiedererkennen von Situationen sowie Einschätzung von Gefahren und emotionalen Reaktionen zuständig. In diesem Zusammenhang regelt sie auch Furcht und Aggression, Angst und Panik. Psychiater sagen, dass der Mandelkern bei Angst- und Panikstörungen involviert ist und in einer Therapie dieser Störungen angesprochen wird.

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Regulation von Emotionen bei Gesunden mit einer ständigen Neubewertung von Situationen einher geht. Dadurch wird die Aktivität der Amydgala herunter geregelt, was sie sozusagen von einer Überspannung schützt. Bei Menschen mit Schlafmangel erhöhte sich aber auch bei diesem Prozess die Amydgalaaktivität weiter.

Für Psychiater ist das ein Grund, warum sich Schlafstörungen auf den Gemütszustand des Menschen auswirken. Die Schlaflosigkeit bringe offensichtlich das "empfindliche Gleichgewicht" durcheinander, dass zwischen Stimmungslage und Schlaf besteht. Wer Depressionen behandele müsse deshalb auch möglichen Schlafmangel behandeln


Berliner Ärzteblatt 24.05.2013/ Quelle: 27th annual meeting of the Associated Professional Sleep Societies LLC
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