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Schwankender Blutdruck schadet dem Gehirn

Wenn der Blutdruck von einer Messung zur anderen stark schwankt, dann kann das die Leistungen des Gehirns mindern. Diese Schwankungen scheinen besonders die Areale im Gehirn zu treffen, in denen das Gedächtnis zu Hause ist. Deshalb gehen Ärzte davon aus, dass sie das Entstehen von Demenzen fördern können.

Untersucht wurden 5.461 Menschen im Durchschnittsalter von 75,3 Jahren. Über einen Zeitraum von durchschnittlich 3,2 Jahren wurde alle drei Monate der Blutdruck gemessen. Alle Teilnehmer mussten am Ende der Beobachtungen Tests ihrer geistigen Leistungsfähigkeit ablegen, bei 553 dieser Menschen wurde zusätzlich eine Kernspinthomographie des Gehirns angefertigt.

In den Tests zeigte sich, dass diejenigen, bei denen der Blutdruck die stärksten Schwankungen aufwies, die schlechtesten Ergebnisse erzielten. Sie erreichten z.B. schlechtere Werte bei der Konzentration, beim Erinnerungsvermögen sowie bei der Reaktionsgeschwindigkeit. Vor allem belegte auch die Kernspinthomographie, dass bei Menschen mit einer hohen Schwankungsbreite des Blutdruckes, das Gehirnvolumen geschrumpft war und kleinste Gefäßblutungen zu erkennen waren.

Warum ein stark schwankender Blutdruck sich so negativ auf das Gehirn auswirkt, können die Ärzte bisher nur ahnen. Sie gehen aber davon aus, dass dadurch die Versorgung des Gehirns mit Blut mangelhaft ist. Wenn aber das Gehirn nicht ausreichend mit Blut versorgt wird, bekommt es auch nicht genügend Sauerstoff, was das Gehirn schädigt und zu Demenz führen kann. Erst vor kurzem hatten Wissenschaftler heraus gefunden, dass auch Blutarmut ähnliche Folgen haben kann.

Berliner Ärzteblatt 05.08.2013/ Quelle: BMJ 2013
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