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Kinder vor dem Bildschirm: Mehr als drei Stunden lassen das Diabetesrisiko steigen (Foto: Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de)
Kinder vor dem Bildschirm: Mehr als drei Stunden lassen das Diabetesrisiko steigen (Foto: Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de)
Kinder vor dem Fernseher oder Computer: Risiko für Diabetes steigt

Kinder, die ständig vor dem Bildschirm hocken - ob vom Fernseher oder dem Computer - bewegen sich in der Regel viel zu wenig. Bei Erwachsenen führt diese Kombination fast unweigerlich zu Übergewicht und Gesundheitsproblemen wie Diabetes oder Bluthochdruck. Und bei Kindern? Da ist das nicht anders. Mediziner wollten nur wissen, ob eine Beschränkung der Bildschirmzeit möglicherweise helfen kann, die Gesundheit der Kinder zu schützen. Die Antwort: Ja.

Beobachtet wurden 2337 Mädchen und 2158 Jungen im Alter zwischen neun und zehn Jahren. 4% sagten, überhaupt nicht vor irgendeinem Bildschirm zu hocken, 37% gaben bis maximal ein Stunde täglich an, 28% zwischen einer und zwei Stunden, 13% zwischen zwei und drei Stunden und 18% mehr als drei Stunden. Der Anteil der Jungen an mehr als dreistündigem Fernsehglotzen oder Computerspielen war deutlich höher (22%) als der der Mädchen (14%). 

Deutlich zeigte sich ein Zusammenhang zwischen der Dauer des Fernsehens oder Computernutzens und Gesundheitsdaten, die etwas über den Fettanteil im Körper und den Stoffwechsel aussagen. Im Vergleich mit denjenigen, die weniger als eine Stunde am Tag vor dem Bildschirm saßen, hatten die, die über drei Stunden vor einem  Bildschirm verbrachten, höhere Leptinwerte, was eine verminderte Appetitzügelung bedeutet, ein schlechteres Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße, einen höhere Körperfettanteil und eine gesteigerte Insulinresistenz, was eine Vorstufe zum Diabetes bedeutet. 

Die Mediziner empfehlen nun, die Dauer in der Kinder fernsehen, am Computer spielen oder auf ihr Tablet und Smartphone starren auf unter zwei Stunden täglich zu begrenzen. Sie gehen davon aus, dass eine längere Verweildauer vor allem zu einer ungenügenden körperlichen Bewegung sowie zu einer ungesunden Ernährungsweise führen. In der Folge steige die Gefahr für die Jugendlichen, an Diabetes zu erkranken. 

cs 23.3.2017/ Quelle: BMJ - Archives of Disease in Childhood

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