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Fettleibigkeit schadet dem Gehirn von Kindern

Kinder mit hohem Übergewicht und dem metabolischen Syndrom - damit ist das gleichzeitige Auftreten von Bluthochdruck, erhöhtem Blutzucker und gestörtem Fettstoffwechsel gemeint - haben im Erwachsenenalter Probleme: unter anderem auch mit verringerten Gehirnfunktionen. So haben Wissenschaftler heraus gefunden, dass allein schon  erhöhte Blutzuckerwerte die Leistungsfähigkeit des Gehirns herab setzen.

Wie sehr Fettleibigkeit Kindern schadet, das haben Ärzte der New Yorker School of Medicien bei 49 Jugendlichen mit metabolischem Syndrom und 62 gesunden Jugendlichen untersucht. Die Ärzte stellten fest, dass es nicht der schlechte Stoffwechsel allein war, der die im späteren Erwachsenenalter schwächere Gehirnleistung verursachte. Vielmehr was es das metabolische Syndrom - also das Zusammenkommen von Fettleibigkeit, Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten und Vorstufen des Diabetes - die das Gehirn leiden lassen. So veränderte sich bei den Betroffenen nicht nur die Gehirnstruktur sondern auch die Gehirnflüssigkeit. Bei den ehemals dicken Jugendlichen wurden schlechtere Ergebnisse in der Rechtsreibung und Mathematik gefunden.

Die Ärzte betonen aber auch, dass das metabolische Syndrom durch einen ungesunden Lebensstil mit wenig Bewegung und schlechter Ernährung  begünstig wird. Und da komme die Erziehung der Eltern ins Spiel, die häufig außer Acht gelassen werde.

Dass allein hohe Blutzuckerwerte den Abbau von Gehirnzellen verstärken, war das Ergebnis von Untersuchungen bei 249 Personen im Alter von 60 bis 64 Jahren. Deren Blutzucker wurde zu Beginn der Studie und dann nach vier Jahren noch einmal gemessen und außerdem das Gehirnvolumen bestimmt. Diejenigen, deren Blutzucker im normalen Bereich (laut der Weltgesundheitsorganisation WHO unter 110 mg/dl im nüchternen Zustand) lag, hatten weit weniger an Gehirnvolumen sowie Gedächtnis- und Gehirnleistung verloren als die, deren Blutzuckerwerte im höheren Bereich (über 110 mg/dl, ab 126 mg/dl gilt als Diabetes) rangierte. Bisher war schon bekannt, dass das Vorliegen einer Diabeteserkrankung das Gehirn schrumpfen, den Abbau von Gehirnzellen fördern und das Entstehen von Demenz beschleunigen kann.

Berliner Ärzteblatt 10.09.2012/ Quelle: NYU School of Medicine; Nuerology, doi: 10.1212/WNL.0b013e31826846de; pte

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